ball_torfabrikHätte Taner Temel in der 68. Minute nicht völlig frei vor dem Tor vorbei geschossen, dann wäre die Spvgg. II daheim gegen Genclik Spor Recklinghausen wohl als Sieger vom Feld gegangen. So aber drehten die Gäste die Partie nach Rückstand und siegten am Ende etwas glücklich mit 3:2.



 
Dabei ging der Plan von Spvgg.-Trainer Michael Blum zunächst voll auf. „Tief stehen und dem Gegner das Feld überlassen“, erklärte der Coach. Mohamed Ibrahim schoss in der elften Minute seine Elf sogar in Führung. Sein gefühlvoller Heber über Keeper Ferdi Kahraman fand den Weg in die Maschen.

Ärgerlich: Dominic Petek stellte sich in der 38. Minute etwas ungeschickt an, als seine Mannschaft für einen Rempler gegen Ferdi Ermek mit einem Elfer bestraft wurde. Emrah Bicakci ließ sich gegen seinen Ex-Club nicht lange bitte und versenkte sicher vom Punkt. Kurz vor dem Halbzeitpfiff musste Schiedsrichter Armin Sieber (Haltern) wieder auf den Punkt zeigen, als der Rettungsversuch des Recklinghäusers Ilhan Acar in den Knochen von Ronny Schneider endete. „Mo“ Ibrahim versenkte zur erneuten Führung der Gastgeber (45.).

Nach der Pause wurde die Partie zunehmend hektischer und zerfahrener, oft auch angetrieben von der Unruhe durch die Zuschauer. Taner Temel hätte in der 68. Minute für Ruhe sorgen können. Klasse setzte er sich gegen die Genclik-Abwehr durch, spielte auch noch den Keeper aus und verzog dann den Abschluss völlig, statt lässig einzuschieben. Die Strafe folgte prompt, als Samet Civkin für Mahmut Yildirim auflegte und dieser den Ball eiskalt versenkte (69.).
Neun Minuten später fasste sich Bicakci erneut ein Herz und drosch den Ball volley zum 2:3-Endstand ins Tor.
Die Erkenschwicker mühten sich zwar noch um einen möglichen Ausgleich, echte Gefahr kam allerdings nicht mehr auf.

INFO Spvgg. II:  van Holt – Sadowski, Petek, Ibrahim (82. Laugallies), Damnitz, Schneider (46. T. Temel), Bozjak, Jendrian, E. Temel, Reinert, Yüksel (75. Mehrkens)

Von Florian Gleichforst

Zum Seitenanfang