jubelnde_MannschaftAufatmen bei der Spvgg. Erkenschwick: Am Donnerstag um 14.05 Uhr gab der Lizensierungsausschuss grünes Licht. Der Meister der Westfalenliga 2 hat die Lizenz für die NRW-Ligasaison 2010/2011 erhalten.
 


„Eine tolle Nummer! Wir alle sind erleichtert, da brauchen wir nicht drüber zu reden“, so in einer ersten Reaktion Trainer Jürgen Wielert. Auch Geschäftsführer Wolfgang Urbanczyk, der noch am Donnerstag unermüdlich in Sachen Lizenz unterwegs war, atmete tief durch: „Das war wichtig für den Verein. Ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn wir gescheitert wären.“
Nachdem die Lizenzerteilung in den vergangenen Wochen auf der Kippe gestanden hatte und die Spvgg. zum Nachbessern gezwungen war, hatte unter anderem Jürgen Wielert mit Rücktritt gedroht.
Gestern sagte er: „Zwar ist noch nichts unterschrieben, aber ich stehe zu dem, was ich gesagt habe: Ich mache weiter, wenn wir die Lizenz haben.“ Allerdings hat die Spvgg. Erkenschwick zwei kleine Auflagen erhalten. So muss der Verein eine Gewinn- und Verlustrechnung für das laufende Jahr bis zum 31. Mai nachreichen. Auch will der Lizensierungsausschuss die Spielerverträge einsehen. Alles aber keine unüberwindbaren Hürden, wie Geschäftsführer Urbanczyk meint.
Unter den Spielern herrschte gestern zum ersten Mal seit langem wieder eine froh gelaunte Stimmung. „Jetzt fährt jeder doch mit dem guten Gefühl in den Urlaub: Wir sind dabei! Alle Mühen der vergangenen Saison haben sich gelohnt“, meint Kapitän Thomas Falkowski. Zouhair Allali gibt zu bedenken: „Wir sind alle froh, doch ich möchte mir nicht ausmalen, was hier passiert wäre, hätten wir die Lizenz nicht bekommen.“ Er selbst hätte „wahrscheinlich sofort aufgehört“.
Nichtsdestotrotz gibt es am Stimberg noch etliche Baustellen. Der Verein steht ohne ersten Vorsitzenden da, und auch ein Sportlicher Leiter wird Hände ringend gesucht. „Die Arbeit wird jetzt nicht weniger“, schwant Geschäftsführer Urbanczyk.
Auch Trainer Jürgen Wielert ist sich bewusst: „Ein, zwei gestandene Spieler bräuchten wir vielleicht noch. Ich denke, dass sich jetzt mit der Lizenz noch etwas ergeben wird. Trotzdem glaube ich an unsere Jungs und an die A-Jugendlichen, die rauskommen. Ernsthafte Sorgen mache ich mir jetzt keine.“

von Olaf Krimpmann

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