oberliga westfalenZugegeben, die Erkenntnis vor dem letzten Oberliga-Spieltag des Jahres ist weder neu noch besonders originell: Die Klasse ist heiß umkämpft – eine so turbulente Spielzeit wie die aktuelle hat es lange nicht gegeben. „Konstant ist nur die Inkonstanz vieler Mannschaften“, sagt Erkenschwicks Trainer Magnus Niemöller.

 

  Von wegen Ferien – die Oberliga-Kicker der Spvgg. Erkenschwick müssen sich wohl doch auf das Spiel bei den Sportfreunden Siegen einschwören: Der Ex-Regionalligist will am kommenden Sonntag spielen.

Seine Elf gehöre dazu, meint der Trainer der Schwarz-Roten mit Blick auf die unerwartete 1:3-Heimniederlage gegen den FC Gütersloh: „Aber wir befinden uns da in bester Gesellschaft.“

In der des TSV Marl-Hüls zum Beispiel, der am Sonntag einen 1:0-Erfolg im Aufsteiger-Duell beim SV Schermbeck feierte und prompt wieder einen Blick nach oben riskiert. Zumindest in einem kleinen Rechenspiel.

 Trainer Michael Schrank erinnert an die daheim leichtfertig verschleuderten Punkte gegen den FC Gütersloh (0:0) und TuS Ennepetal (2:2). Vier Zähler mehr und die Hülser würden heute mit 27 Punkten von Platz zwei grüßen. Ein Aufstiegsplatz. „Und das, obwohl wir ein paar Mal richtig mies gespielt haben“, sagt der Trainer. „Ich fürchte, so leicht wie in diesem Jahr war es selten, in die Regionalliga aufzusteigen.“

Wenn denn nur etwas mehr Konstanz vorhanden wäre. Aber über die verfügen sie in Hüls derzeit ebenso wenig wie am Stimberg. Und nun hat die allgemeine Ungewissheit auch den lange so souveränen Spitzenreiter TSG Sprockhövel erfasst.

 Über Wochen stürzten sich die Blau-Weißen so entschlossen auf ihre Gegner wie ein Rottweiler auf ein Stück Fleisch. Doch seit der 1:2-Pleite bei der Spvgg. Erkenschwick Ende November ist die TSG aus der Spur, am Sonntag setzte es beim 0:4 bei SuS Neuenkirchen die dritte Pleite in Folge.

 Welche Konsequenzen das hat, lässt sich derzeit nicht absehen – zu „schief“ ist das Tabellenbild. Sprockhövel hat bereits 17 Spiele absolviert, die Verfolger 16, 15 oder – wie die Sportfreunde Siegen – erst 13 Partien. Bei optimalem Ertrag würde der Ex-Zweitligist bis auf einen Punkt an den Spitzenreiter heranrücken.

 Verhindern könnte dies am kommenden Sonntag (14.30 Uhr) die Spvgg. Erkenschwick. Am 17. Spieltag reist Schwarz-Rot zu den Sportfreunden – obwohl man bei der Spvgg. lange davon ausging, dass die Partie sicher abgesagt werde. Die Nachricht, wonach das Siegener Leimbach-Stadion am kommenden Wochenende gesperrt sei, hat sich als falsch erwiesen.

 Spvgg.-Trainer Magnus Niemöller und seine Mannschaft sind nicht zu beneiden, sie wissen um die Ambitionen des Regionalliga-Absteigers. „Sportlich wird das eine Hammeraufgabe“, sagt der Niemöller.  Kreisrivale TSV Marl-Hüls hat es leichter. Zumindest auf dem Papier. Bereits am Samstag ist am Nachmittag vor der Weihnachtsfeier der Tabellenvorletzte SuS Stadtlohn in Hüls zu Gast (14 Uhr).

 Möglicherweise ein pikantes Spiel: Gerüchten zufolge gelten die abstiegsbedrohten Münsterländer als Interessenten für die Hülser Christian Erwig und Dirk Jasmund, die den TSV in der Winterpause verlassen.

Quelle: Stimberg-Zeitung

Zum Seitenanfang