sawatzki6Für die beiden Vereine ist es schlichtweg das Traumfinale, für alle Fußball-Freunde im Kreis mindestens ein hochinteressantes Duell: An diesem Donnerstag empfängt der TSV Marl-Hüls die Spvgg. Erkenschwick zum Endspiel um den Krombacher-Kreispokal (Anpfiff: 19.30 Uhr, Loekamp).

 

Ein 2:2 wird es nicht geben: Im Sommer 2014 trafen Spvgg. und TSV beim Kirmes-Cup in Sodingen aufeinander und lieferten sich ein umkämpftes, ausgeglichenes Duell – so wie in dieser Spielszene der Erkenschwicker David Sawatzki (l.) und der Hülser Maurice Kühn. Foto: Krimpmann

Dass beide Vereine eine Klasse trennt, der Oberligist Erkenschwick auf dem Papier als Favorit beim Westfalenligisten Marl-Hüls zu Gast ist – das alles dürfte keine große Rolle spielen. Spvgg. und TSV stellen aktuell die besten Mannschaften im Fußballkreis, für beide Seiten ist es deshalb kein Pokalspiel wie jedes andere.

 Der Oberligist will klarstellen, wer die Nummer eins im Kreis ist  - der Westfalenligist zeigen, dass mit ihm zu rechnen ist. „Die Truppe steht unter Vollspannung“, sagt Erkenschwicks Trainer Magnus Niemöller über seine Elf. Kollege Michael Schrank vom TSV Marl-Hüls meint: „Wir freuen uns alle riesig auf das Duell. Dass dieses Spiel so vor sich hinplätschert, kann man sich schwer vorstellen.“

Dabei ist das Pokalfinale für den TSV nicht ohne Tücken. Es findet ausgerechnet drei Tage vor dem Westfalenliga-Hit gegen Tabellenführer Westfalia Wickede statt – für Marl-Hüls ohne Zweifel das Spiel des Jahres.

 Ob Trainer Schrank deshalb in die Kirche geht und eine Kerze anzündet? Oder am besten gleich drei? Damit alle seine Spieler das Finale gesund überstehen. Dass sich keiner in der womöglich emotionalen eine Sperre einhandelt. Und vor allem: Dass die Entscheidung nur ja in 90 Minuten fällt.

Bloß keine Verlängerung

 Nicht auszudenken, der TSV müsste so kurz vor dem Showdown gegen die Vollgas-Fußballer von Westfalia Wickede in die Verlängerung. „Das wäre fatal“, räumt Michael Schrank ein. „Wir brauchen am Sonntag 100 Prozent Fitness.“

Ob und wem er eine Pause mit Blick aufs Wickede-Spiel gönnt, verrät Schrank nicht. Nur so viel: Rechtsverteidiger Tugay Tekin und Innenverteidiger Kai von der Gathen sind nach ihren Rotsperren einsatzberechtigt – und sollen spielen.

 Auf Nachsicht beim Gegner können die Hülser nicht hoffen. „Man wird uns ansehen, dass wir Pokalsieger werden wollen“, verspricht Spvgg.-Trainer Magnus Niemöller. „Die Jungs wollen den Titel unbedingt verteidigen.“

Vor einem Jahr setzte sich seine Mannschaft leicht und locker mit 7:0 beim Überraschungsfinalisten Vestia Distel durch. Man tritt dem Oberligisten sicher nicht zu nahe, wenn man feststellt: Diesmal wird Schwarz-Rot mehr abverlangt. „Wir brauchen alles, was Erkenschwick zur Verfügung steht – auf dem Kunstrasenplatz und auf den Rängen“, sagt Trainer Niemöller. „Alles unter 100 Prozent ist nicht erlaubt.“

Wer für den TSV aufläuft und wer geschont wird – diese Frage stellen sie sich auch bei der Spielvereinigung. „Wir kennen den Spielplan der Westfalenliga ja auch“, sagt Magnus Niemöller. „Dass es aus Sicht des TSV günstigere Termine für ein Kreispokalfinale gibt als so kurz vor dem Showdown gegen Westfalia Wickede, das liegt doch auf der Hand.“

Bei einem Hülser Kicker sind sich am Stimberg aber alle sicher, dass er beim Anpfiff auf dem Platz stehen wird: Erkenschwicks ehemaliger Kapitän Sebastian Westerhoff.

 Trainer Magnus Niemöller: „Ganz egal, gegen wen der TSV am Sonntag spielt: ‚Wester’ in einem Pokalfinale auf der Bank – und dann auch noch gegen Erkenschwick? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.“ Dem dürfte schwer zu widersprechen ein.

 TSV Marl-Hüls - Spvgg. Erkenschwick, (Do.) 19.30 Uhr, Loekampstadion

 Live-Ticker: www.marler-zeitung.de/www.stimberg-zeitung. de

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