Bjoern Mehnert TrainerDer SV Westfalia Rhynern, am vorletzten Spieltag der Oberliga Gastgeber der Spvgg. Erkenschwick, kämpft noch an zwei „Fronten“. Die Hammer liefern sich ein Duell mit dem punktgleichen Konkurrenten RW Ahlen um den zweiten Tabellenplatz und den Aufstieg in die Regionalliga.

 

Björn Mehnert erwartet am Sonntag gegen die Spvgg. eine schwierige Aufgabe

 Dort hat Rhynern wegen besseren Torverhältnisses jetzt die Nase vorn. Allerdings war der Westfalia die Regionalliga-Zulassung durch den Westdeutschen Fußball- und Leichtathletik (WFLV) wegen des nicht viertliga-tauglichen Stadions „Am Papenloh“ verweigert worden. Der Verein hat Einspruch eingelegt. Hinzu kommt ein Gerangel mit Ahlen um den Wechsel von Felix Bechtold, dem der Verband die Spielgenehmigung entzog. Wie Rhynerns Trainer Björn Mehnert die Aufgabe gegen Erkenschwick angeht, verrät er im Interview.

 ?Westfalia Rhynern steht aktuell auf dem zweiten Rang, der zum Aufstieg in die Regionalliga berechtigt. Hätten Sie das erwartet?  

!Ich wusste schon im Vorfeld, dass wir eine Mannschaft zusammengestellt haben, die das Potential besitzt, um oben mitzuspielen. Dass wir aber zwei Spieltage vor Schluss auf einem Aufstiegsrang stehen, konnte man zu Beginn sicher noch nicht absehen. Unser Ziel war es, unter den ersten sechs Mannschaften zu landen.

 ?Nun erwarten Sie die SpVgg. Erkenschwick. Wie wollen Sie Ihr letztes Heimspiel angehen?  

!Erkenschwick hat sich in den letzten Jahren als Top-Mannschaft in der Oberliga etabliert. Der Gegner kommt aus einer geordneten Defensive. Daher wird es für uns schwer. Ich erwarte eine sehr enge Partie.

 ?Wie sieht es personell bei Ihrer Mannschaft aus?  

!Felix Böhmer und Markus Maier werden auf jeden Fall fehlen. Bei David Schmidt und unserem Kapitän Dustin Wurst habe ich die Hoffnung, dass es bis Sonntag reicht. Beide sind in dieser Woche zumindest wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

 ?Nachdem der Transfer von Felix Bechtold zum Aufstiegskonkurrenten RW Ahlen über die Bühne ging, war er für Rhynern plötzlich nicht mehr spielberechtigt. Hat sich das nun geklärt?  

!Das Verfahren läuft noch. Ich würde mir aber für Felix wünschen, dass er wieder spielen darf. Er ist der Leidtragende in dieser Rechtsangelegenheit. Ihm wird die Möglichkeit verbaut, sich ordentlich aus Rhynern zu verabschieden. Aus sportlicher Sicht muss die Entscheidung des Verbandes kritisch hinterfragt werden, da es auch ein Eingriff in den Spielbetrieb ist.

 ?Werden Sie sich am Sonntag über die Zwischenstände aus Ahlen informieren lassen?

 !Nein, das interessiert mich zu dem Zeitpunkt nicht. Ich gehe davon aus, dass Ahlen aus den letzten beiden Begegnungen optimale sechs Zähler holen wird. Also müssen wir auch erst unsere Punkte einfahren.

 ?Ihre Mannschaft muss auch noch beim wiedererstarkten SV Lippstadt 08 antreten. Hätten Sie sich ein leichteres Restprogramm gewünscht?

 !Ganz im Gegenteil. Manchmal ist es förderlich zu wissen, dass man einen schweren Gegner vor der Brust hat. So gehen die Spieler automatisch motivierter in die Partie. Außerdem hat es uns Westfalia Herne schon beim torlosen Remis schwer gemacht. In dieser Liga gibt es kein leichtes Programm.

 ?Wäre die Regionalliga West für den Verein stemmbar?

 !Aktuell prüft der WFLV im Einspruchsverfahren noch einmal unsere Lizenzunterlagen. Fest steht aber, dass wir auch gerne hoch gehen würden, wenn wir uns sportlich qualifizieren sollten. Das wäre für die Jungs ein spannendes Abenteuer. So könnten sie gegen große Vereine auflaufen. Sollte es aber nicht klappen, wäre das auch nicht tragisch. Wir haben eine wunderbare Saison gespielt, auf die wir auch in der Oberliga gerne zurückblicken werden.

 ?Welche Auswirkungen hätte der Aufstieg denn für die Kaderplanung?  

!Ein möglicher Aufstieg spielt für uns in dieser Hinsicht keine entscheidende Rolle. Wir planen nicht zweigleisig. Den Großteil des Kaders wollen wir so oder so zusammenhalten. Neben Felix Bechtold und Michael Wiese werden uns noch drei bis vier weitere Spieler verlassen. Diese Lücken müssen wir schließen.

Quelle: Stimberg-Zeitung

Zum Seitenanfang