Am Ende kam es für Schwarz-Rot ganz dicke, alles erdenklich Schlechte prasselte auf den Westfalenligisten ein: Erst sorgten Spvgg. Erkenschwick und Borussia Emsdetten für einen Gruselkick, dann unterlagen die Gastgeber auch noch 0:1.
. Emsdettens Treffer in der 88. Minute durch Maik Osterhaus fiel nach einem Freistoß und damit nach einem Standard. Nicht überraschend:
„Wir hatten in der Halbzeitpause noch gewarnt“, schüttelte Spvgg.-Trainer Jürgen Wielert nur mit dem Kopf.
Allerdings merkte man den Schwarz-Roten gestern am Ende der zweiten englischen Woche in Folge deutlich den Kräfteverschleiß an. Dennoch, diese Niederlage war höchst vermeidbar. „Wir hätten uns heute fast retten können“, meint Wielert. Immerhin, zwei Spiele vor Saisonende rangiert die Spvgg. noch über dem imaginären Strich, hat ein Heimspiel gegen Neuenkirchen und die Auswärtspartie bei Schlusslicht GW Nottuln zu bestreiten.
Noch haben es die Erkenschwicker also selbst in den Händen, doch dazu muss eine Leistungssteigerung her. In den ersten 45 Minuten gestern beispielsweise lief so gut wie nichts zusammen. Zwei Kopfbälle von Max Bönighausen (40.; 45.) – mehr war nicht zu notieren, während Emsdetten nur bei Standards Gefahr herauf beschwor.
Nach dem Wiederanpfiff wurden die Gastgeber energischer. Mirko Grieß läutete mit einem Schuss an den Außenpfosten (47.) eine keinesfalls hochklassige, aber sehr umkämpfte und spannende zweite Halbzeit ein. Einmal noch visierte Dennis Warncke das Aluminium an (80.), zweimal scheiterten die Schwarz-Roten alleine vor dem Tor: Erst der eingewechselte Alexander Glembotzki, dessen Schuss aus spitzem Winkel Borussia-Torwart Holger Minnebusch gerade noch zur Ecke rettete (70.).
Dann Jan Schmidt, der nach einem nur unzureichend geklärten Eckball völlig frei am Fünfmeterraum ebenfalls an Minnebusch scheiterte (84.). „Das hätte es sein müssen“, meint Jürgen Wielert, der da schon auf 180 war. Zweimal war seinen Mannen zuvor eine glasklare Tormöglichkeit genommen worden, zweimal spielte das Schiedsrichter-Gespann Schicksal.
Erst, als Timo Ostdorf alleine auf den Strafraum zustürmte und der Abseitspfiff ertönte, der nie einer gewesen sein kann. Denn Ostdorf kam aus der eigenen Hälfte und der durchaus im Abseits stehende Mirko Grieß bewegte sich vom Ball weg (77.).
Dann in der 79. Minute, als Dominik Ernst im Emsdettener Strafraum von Denis Da Silva für alle deutlich sichtbar einfach umgerannt wurde. Hier blieb der Pfiff aus. Die wütenden Proteste brachten nichts ein.
Zum Seitenanfang