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niemoeller  mross 2Es bleibt dabei: Spiele bei Eintracht Rheine sind für die Spvgg. Erkenschwick in der Oberliga Westfalen keine ergiebigen. Auch nach dem 6. September 2015 bleiben die Schwarz-Roten am ehrwürdigen „Delsen“ sieglos. Das Positive beim 0:0 aus Erkenschwicker Sicht: „Wenigstens haben wir nicht verloren.“

 

Hatte in Rheine in der Nachspielzeit eine Schrecksekunde zu überstehen und war folglich froh, dass das Spiel 0:0 endete: Magnus Niemöller. Foto: Olaf Krimpmann (Archiv)

Das sagt Trainer Magnus Niemöller, und dabei schwingt jede Menge Ironie mit. Denn: „Von den Chancen her hätte nur eine Mannschaft gewinnen können, und das waren wir.“ Allerdings ertönte nach exakt 90:21 Minuten ein möglicherweise folgenschwerer Pfiff durch die Obi-Arena.

 Schiedsrichter Martin Pier hatte ein Foulspiel im Erkenschwicker Strafraum gesehen und auf Elfmeter entschieden. Dazu sah Dimitrios Pappas, der nach dem Ausfall von Davide Basile (Rückenbeschwerden) in der Innenverteidigung spielte, die Gelbrote Karte.

„Weder die Spieler, noch ich, noch Rheines Trainer Uwe Laurenz haben da irgendetwas gesehen“, berichtet Niemöller, für den der Pfiff aus heiterem Himmel kam. Ausgleichende Gerechtigkeit: Spvgg.-Schlussmann Marcel Müller parierte den von Timo Scherping geschossenen Elfmeter. Wenige Sekunden später war die Partie vor 320 Zuschauern beendet.

"Das Positive ist: Hinten steht die Null"

 Losgelöst vom späten Aufreger war Magnus Niemöller nicht unzufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft: „Das Positive ist: Hinten steht die Null. Der kleine Beigeschmack: Vorne kriegen wir aktuell den Ball einfach nicht über die Linie.“

Nach einer kurzen Schrecksekunde zu Spielbeginn und einer Rheinenser Großchance durch Philip Fontein (13.) besaßen die Gäste die besseren Möglichkeiten. Stefan Oerterer und zweimal Arda Nebi hatten die Führung vor der Pause auf dem Fuß, brachten den Ball aber nicht im Tor unter. Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie zunächst, beide Mannschaften neutralisierten sich.

 Magnus Niemöller brachte mit Janos Bluhm für Philipp Rosenkranz nach 70 Minuten eine frische Offensivkraft. Der Wechsel machte sich bemerkbar, die Spvgg. wurde mutiger. In der 73. Minute dribbelte sich Stefan Oerterer in den Rheinenser Strafraum, verpasste in bester Position aber den Zeitpunkt für den Abschluss. In den 78. Minte sprintete Arda Nebi einem Steilpass von Deniz Batman hinterher. Kurz vor der Torlinie konnte ein Rheinenser Abwehrspieler vor dem einschussbereiten Erkenschwicker in letzter Sekunde retten.

 Als sich beide Teams schlussendlich mit dem 0:0 zufriedengaben, erfolgte der Aufreger des Spiels, der Elfmeterpfiff von Martin Pier. Dass der – abgesehen von der Spielsperre für Pappas – folgenlos blieb, versöhnte Niemöller: „Wenn sich ein Spiel so entwickelt, muss man mit einem 0:0 zufrieden sein.“  

von Olaf Krimpmann