SpvggI_Makarchuk5:1 über den VfB Homberg, 13 Punkte nach zwölf Spielen, Platz zwölf in der Tabelle – die Spielvereinigung hat ihre kleine Krise mit der Pokalpleite in Hüls und der derben Klatsche von Köln beendet und ist in die Spur zurückgekehrt.



 
Dass dem Aufsteiger aber noch jede Menge Arbeit bevorsteht, ist abzusehen. So leicht wie es der VfB Homberg dem Mitaufsteiger gemacht hatte, so leicht kommt man höchst selten zu Siegen. Überbewerten wollte den klaren Erfolg damit am Ende auch niemand so recht, schon gar nicht André Simon.

Wahre Zentnerlasten dürften dem Mittelfeldspieler am Sonntag von der Brust gefallen sein. Auf dem Platz agierte Simon nicht immer glücklich, und das obwohl der Marler als waschechter Regisseur eingekauft worden war. Simon trägt die bedeutungsschwere Nummer zehn auf dem Rücken und dieser Bürde war André Simon am Sonntag allemal gerecht geworden. Zwei Tore erzielt, einen Elfmeter „herausgeholt“, viele kluge Pässe gespielt – das war effektiv. Und wie sah André Simon selbst sein Spiel? „Ich bin zufrieden. Viel mehr gibt’s dazu nicht zu sagen“, sagte er.

Und richtete dann schon wieder das Augenmerk auf die kommenden Aufgaben. „Der Sieg heute war natürlich enorm wichtig, weil er zeigt, dass wir gegen die ganzen Mannschaften, gegen die wir noch spielen müssen, zumindest auf Augenhöhe agieren.“
Mit Velbert stehe jetzt zwar noch ein echtes Kaliber ins Haus, danach aber seien die Möglichkeiten, kräftig zu punkten, durchaus günstig. Zumal sich das Lazarett so langsam lichtet. Dennis Warncke beispielsweise zeigte auf der linken Seite nach seiner Zwangspause wieder eine starke Partie mit vielen gelungenen Flankenläufen.

Nur: Die Gelegenheiten zu punkten sollten in naher Zukunft auch tunlichst genutzt werden, meint Stefan Oerterer. Der am Dienstag bei einer internen Aussprache wiederhergestellte Betriebsfrieden beim heimischen NRW-Ligisten geriet am Sonntag nur kurzzeitig in Gefahr. Weil sich in der 81. Minute Mikola Makarchuk den Ball schnappte und den an André Simon verursachten Foulelfmeter zum 5:1 in die Maschen schoss.

Und damit Stefan Oerterer den ziemlich sicheren elften Saisontreffer „klaute“. „Er hat mich vorher aber gefragt, ob er ihn schießen darf“, berichtete „Ö“ nach Spielschluss. Der Stürmer leistete für seinen Arbeitskollegen (beide sind beim Erkenschwicker Trikotsponsor beschäftigt) somit einige Aufbauarbeit. „Maka war ja noch nie ein Goalgetter“, erklärt Oerterer. „Schon damals nicht in Herne, auch heute bei der Spielvereinigung nicht. Also habe ich ihn schießen lassen.“ Allerdings: „Wenn es 0:0 oder 1:1 gestanden hätte, wäre ich angetreten. Das ist ja wohl klar.“

Von Olaf Krimpmann

Zum Seitenanfang