kilian tim8Die Spvgg. Erkenschwick hat den bisher unergiebigen Dezember in geradezu beeindruckender Art und Weise beendet: Mit einem 1:0 (1:0)-Sieg bei den SF Siegen.

 

Auch er rotierte rein und kämpfte bis zum Abpfiff: Tim Kilian (rechts). Foto: Krimpmann

Wenn nach dem Schlusspfiff von rund 95 hochintensiven Minuten Erkenschwicks Co-Trainer Stefan Mroß tief durchschnaufte und sagte: „Soviel gelaufen bin ich die letzten 30 Jahre nicht. Jetzt kann ich mir gleich mein Sportabzeichen abholen“, zeigte das: Ob auf dem Feld, auf der Bank oder der Tribüne – alle, die es mit Schwarz und Rot hielten, gingen im Leimbachstadion mit, ohne Rücksicht auf Verluste.

 So war Stefan Oerterer, der zunächst auf dem linken Flügel aufgeboten war und teilweise hinter(!) Außenverteidiger David Sawatzki spielte, nach seiner Auswechslung gar nicht mehr in der Lage, bei der allgemeinen Jubelfeier in der Fankurve mitzumachen, zu geschafft war „Ö“.

Der Erkenschwicker Sieg war aufgrund der Spielanteile vielleicht glücklich, aufgrund der Chancen aber verdient. Denn obwohl auch Siegen sehr viel investierte: „Eine klare Torchance haben wir uns nicht rausspielen können“, räumte sogar SF-Trainer Ottmar Griffel ein.

 Wirklich brenzlig wurde es in der 21. Minute, als Deniz Batman einen verdeckten Schuss von Manuel Konate auf der Linie klärte – und in Minute 41. Da parierte zunächst Keeper Marcel Müller famos einen Schuss von Björn Jost und warf sich beherzt Haluk Arslan entgegen, der abstauben wollte. Der Siegener fiel und es kam auch ein Pfiff, doch Schiedsrichter Thorben Siewer erkannte auf Schwalbe statt auf Strafstoß und verwarnte den Siegener.

 Erkenschwick nutzte die zweite Chance zum entscheidenden Treffer: Deniz Batman setzte in Minute 15 Arda Nebi in Szene, und der kleine zum Mittelstürmer umfunktionierte Flügelflitzer traf flach ins rechte Ecke zum 0:1. Zuvor war ein Kopfball von Christoph Kasak von Philipp Frisch auf der Torlinie geklärt worden (9.).

 In die Siegener Drangperiode konnten die Gäste einige Nadelstiche setzen: So traf Oerterer nach Flügelwechsel von Dimitrios Pappas aus spitzem Winkel den Außenpfosten (51.) und scheiterte in der 87. Minute hart bedrängt an Torhüter Dominik Poremba. So mussten sich die Schwarzhemden bis weit in die Nachspielzeit hinein in jeden Ball werfen, ehe der knappe Sieg eingefahren war. Es war einer der schöneren Sorte: „Mir braucht keiner mehr ein Weihnachtsgeschenk zu machen. Ich hab’ jetzt alles“, jubelte etwa Trainer Magnus Niemöller.

von Olaf Krimpmann

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