Er bleibt der Seuchenvogel: Für Philipp Schmid (rechts) ist die Saison verletzungsbedingt bereits gelaufen. Foto: Krimpmann  Auf einen zuletzt ziemlich erfolgreichen Motivations-Trick wird Erkenschwicks Trainer Magnus Niemöller vor dem Heimspiel des Oberligisten am Pfingstmontag gegen die Hammer SpVg. wohl oder übel verzichten müssen.


Vergangenen Sonntag in Wattenscheid ließ der Übungsleiter in der Kabine kurz vor der Partie noch einmal die fünf Tore via Laptop Revue passieren, die seine Mannen im Hinspiel gegen die Lohrheide-Kicker erzielt hatten. Mit Erfolg: Auch im Rückspiel siegte Schwarz-rot.

Tore im Hinspiel in der Hammer Evora-Arena allerdings gab es keine. Ergo gibt es Montag auf keine besonderen Videobilder zu präsentieren.

Was vielleicht auch ganz gut ist, denn mit den Griffen in die Motivations-Kiste ist es oft so, dass sie ziemlich schnell ihre Wirkung verspielen, wenn man sie zu häufig anwenden. Ohnehin kreisen die Gedanken des Trainers spätestens seit Montag nicht mehr um die SG Wattenscheid 09, sondern eher um die Hammer SpVg. und ganz gewiss ganz stark ums eigene Team. Das hat nämlich die nächsten zwei Ausfälle zu verkraften: Davide Basile zog sich in Wattenscheid aller Wahrscheinlichkeit nach einen Muskelfaserriss zu. Noch ärger erwischte es Philipp Schmid.

Der junge Abwehrrecke zog sich in dieser Woche im praktischen Teil seiner Abiturprüfung im Stadion Hohenhorst einen Muskelriss im Oberschenkel zu. „Die dritte schwere Verletzung, die der Bursche hat“, kommentiert Niemöller das Saison-Aus für den Youngster, der in dieser Saison aus Verletzungsgründen nie richtig hat Fuß fassen können in der Erkenschwicker Oberliga-Mannschaft und der nun erneut schwer zurückgeworfen wird. Was einmal mehr zeigt: Das Stadion Hohenhorst ist kein gutes Pflaster für Schwarz-Rot…

Pfingstmontag wird es also gegen Hamm das verbleibende Personal richten müssen. Dass es das kann und auch will, davon ist der Trainer überzeugt: „Die Spieler sind weiter extrem fokussiert. Sie besitzen einfach einen aktiven Antrieb, nie satt zu sein.“ Zumal die „Schwicker“ in dieser Saison noch eine Bestmarke setzen können.

Die vergangene Spielzeit beendete Erkenschwick mit 63 Punkten. Heute steht die Mannschaft bei 57 Zählern – und hat noch vier Spiele vor der Brust. Und schlechter als auf Platz fünf kann die Mannschaft auch nicht mehr abrutschen.

Damit es Platz vier bleibt, ist aber Montag noch einmal eine konzentrierte Leistung notwendig, wobei Niemöller vor Mitaufsteiger Hamm nur warnen kann: „Wir treffen immerhin auf den amtierenden Vizemeister der Westfalenliga 1 und nicht zuletzt auf eine Mannschaft mit einem Spitzenkader.“

Der Respekt vor Spielern wie Stürmer Jochen Höfler oder den baumlangen Abwehrrecken Oliver Glöden ist am Stimberg durchaus groß. „Trotzdem wollen wir Platz vier mit Haut und Haaren verteidigen“, so der Trainer.

INFO Spvgg. Erkenschwick - Hammer SpVg.; Montag, 15 Uhr – Stimberg-Stadion

von Olaf Krimpmann


 

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