Drucken
Die Spvgg. Erkenschwick ist die rote Laterne los. Nach dem unerwarteten 2:2 (1:2) gegen den SC Paderborn 07 geht der Westfalenligist gestärkt in die kurze Winterpause. Zum Matchwinner avancierte Timo Ostdorf.
Noch ein Debütant aus der eigenen A-Jugend: Marcel Siwek lieferte gegen den SC Paderborn 07 eine ordentliche Partie ab.
Der 1,66-Meter-Mann verwandelte in der achten Minute zunächst sicher einen Foulelfmeter. In der 80. Minute erzielte „Ossi“ schließlich noch den umjubelten Ausgleichstreffer.
Einer, der den Schwarz-Roten wieder eine bessere Perspektive für die Zukunft bietet. Fünf Punkte beträgt der Rückstand aufs rettende Ufer, zudem hat die Spvgg, noch ein Nachholspiel in Neuenkirchen in der Hinterhand.
Für die Zukunft steht aber auch der eigene Nachwuchs. Trainer Jürgen Wielert berief gestern mit Marcel Siwek neben Alexander Glembotzki und Dominik Ernst den dritten A-Junior in die Startelf. Verzichten musste der Trainer dafür auf die komplette Innenverteidigung mit Thomas Falkowski und Tim Brüggenkamp sowie auf Max Bönighausen im defensiven Mittelfeld und Dennis Warncke auf der linken Außenbahn. „Umso höher ist dieser Punktgewinn für uns zu bewerten“, sagte Wielert, der von „einem hochverdienten Punkt“ für seine Mannschaft sprach.
Doch den hatte sich seine Truppe schwer erarbeiten müssen. Nach einer sehr engagierten Anfangsphase, in der Paderborns Torhüter Nico Burchert einen Schuss von Alexander Glembotzki gerade noch zur Ecke lenken konnte (2.) und in der Tobias Bockhoff in der achten Minute bei einem schnellen Vorstoß elfmeterreif gefoult wurde, nahm der Druck der Gäste zu.
Zwar erspielte sich Paderborn nur wenige Einschussmöglichkeiten, aber der Tabellenzweite schaffte es, den Druck hochzuhalten und so Fehler zu provozieren. Die beiden Treffer zum 1:1 (18.) und 1:2 (38.) waren daher eine logische Folge. „In der Halbzeit haben wir gemerkt, dass einige schon die Flügel hängen ließen. Da mussten wir die Jungs erst wieder wach rütteln“, so Jürgen Wielert.
Zwar kamen seine Mannen engagierter aus der Kabine, klare Torchancen vermochten sie sich aber nicht herauszuspielen, im Gegenteil. Paderborn war lange Zeit eigentlich dem 3:1 näher als die Spvgg. dem Ausgleich. Allerdings machten die Gäste zu wenig, um die ganz große Gefahr heraufzubeschwören. Kein Wunder, dass die Hausherren mit zunehmender Spieldauer zurück ins Spiel fanden. Überraschend dennoch das Tor zum 2:2, bei dem sich Timo Ostdorf in bester Mittelstürmermanier durchtankte, einen Gegenspieler zu Boden schickte und punktgenau ins Netz traf (80.).
Die Entscheidung war das aber noch lange nicht. In der 86. Minute tauchte der Paderborner Sven Krause frei vor dem Erkenschwicker Tor auf, verzog aber. Letzten Endes wäre dieser Treffer aber nicht verdient gewesen. Paderborn wurde bestraft, weil das Team seinen sicher geglaubten Vorsprung nur verwaltete.
Erkenschwick wurde belohnt, weil es nie aufsteckte und den Gästen in Sachen Einsatz überlegen war. Das honorierten auch die Fans, die ihre Mannschaft mit viel Applaus in die Winterpause verabschiedeten. Eine, die zur Unzeit zu kommen scheint. Vier Punkte aus den letzten zwei Spielen sind eine klasse Ausbeute. „Von mir aus könnte es weitergehen“, meinte daher nicht nur Doppel-Torschütze Timo Ostdorf.