wielert3Die Spvgg. Erkenschwick hat ihr erstes Finale beim Cranger-Kirmes-Cup erreicht: Montagabend (19.30 Uhr Glückauf-Stadion, Sodingen) geht es im letzten Gruppenspiel gegen den TuS Hordel nun um den Gruppensieg – weitergekommen ist die Truppe von Trainer Jürgen Wielert bereits am Samstag.


 
Es war eine schwere Geburt, das 3:2 (1:2) gegen den Westfalenligisten DSC Wanne-Eickel, aber eine erfolgreiche. Tim Brüggenkamp (8.), Alexander Glembotzki (57.) und Deniz Batman (76.) trafen für den NRW-Ligisten, für Wanne erzielte Safet Dzinic (28.; 43.) die Halbzeitführung.

„Ich bin sehr zufrieden mit meinen Jungs“, kommentierte Jürgen Wielert die recht unterhaltsame Partie, wissend, dass noch lange nicht alles Gold ist, das glänzt. „Letzten Endes haben wir die fünf Tore in diesem Spiel doch alle selbst erzielt“, spielte der 50-Jährige auf unübersehbare Schwächen in der Erkenschwicker Hintermannschaft an. Die absolute Sicherheit strahlt sie noch nicht aus. Zu Abstimmungsproblemen wie beim 1:2 gesellen sich auch noch individuelle Fehler wie vor dem 1:1.

Immerhin bleiben Wielert inklusive des Westfalenpokalspiels gegen Brambauer am Sonntag nun noch vier Spiele, um an den Feinschliff zu gehen. Und was zur Zeit wirklich ansehnlich ist, ist das Spiel nach vorne. Gegen Wanne ließ die Spvgg. noch etliche gute Schussmöglichkeiten ungenutzt. Gute Noten erarbeiteten sich darüber hinaus wieder einmal die Spieler aus der eigenen U19, die nach der Pause zum Zuge kamen.

„Es macht Spaß mit den Jungs, die ziehen toll mit“, lobt Wielert seine Nachwuchskräfte. Deniz Batman war es folgerichtig vorbehalten, den Siegtreffer zu erzielen, an dessen Entstehung auch Verteidiger Dennis Drontmann seinen Anteil hatte. Was dem Trainer nur Recht war: Der Konkurrenzkampf im Team tobt damit auf hohen Touren.

Am Montag im letzten Gruppenspiel gegen den TuS Hordel sollen vorrangig die jungen Spieler zum Einsatz kommen. Ob Deniz Batman dabei sein wird, ist aber fraglich. In der Schlussphase des Wanne-Spiels am Samstag schied der Mittelfeldspieler nach einem Schlag auf den Spann verletzt aus. Unverändert nicht voll einsatzfähig ist André Simon, der wegen erneuter Leistenbeschwerden am Samstag nur 45 Minuten zum Einsatz kam.

Wielert würde gerne noch einen Akteur verpflichten. Dominik Milaszewski (ehemals SV Schermbeck), ein Offensivspieler, bietet sich im Probetraining an. Ob eine Verpflichtung zu realisieren ist, ist die eine Frage. Die andere, ob sie notwendig ist.

Von Olaf Krimpmann

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