wolfgang UrbanczykAuch im zweiten Anlauf hat die Spvgg. Erkenschwick keine Lizenz für die NRW-Liga erhalten. Allerdings gibt es noch Hoffnung: Der Westfalenliga-Meister hat erneut ein Frist von zehn Tagen um nachzubessern.


Am Freitagmorgen traf das Schreiben vom Westdeutschen-Fußball- und Leichtathletik-Verband (WFLV) bei der Spvgg. Erkenschwick ein. Und wenn der Inhalt eine böse Überraschung gewesen sein sollte, so ließ sich Geschäftsführer Wolfgang Urbanczyk (Foto) diese zumindest nicht anmerken.


Urbanczyk kommentierte den Vorgang unaufgeregt. „Der Spielvereinigung wurde die Lizenz ja nicht prinzipiell verweigert“, so der Geschäftsführer. „Wir werden aufgefordert, den Antrag noch einmal nachzubessern. Und ich bin zuversichtlich, dass wir das hinbekommen.“
Zehn Tage bleiben der Spvgg. für ihre Beschwerde. Unmittelbar nach Eintreffen der Nachricht berieten sich Urbanczyk und der Vorstand der Spvgg., die seit dem Rücktritt von Hermann Silvers am Dienstag ohne Vorsitzenden dasteht. In die Gespräche eingebunden ist auch der ehemalige Sportliche Leiter Klaus Bockhoff, der letzte Woche sein Amt aufgegeben hatte.
Knackpunkt für die Prüfer beim Verband ist offenbar die finanzielle Ausstattung des Vereins. Die Spvgg. steht aktuell so dar wie nach Abschluss des Insolvenzverfahrens 2009: Schuldenfrei, aber auch ohne Reserven. Unter Hinweis auf eben diese fehlende Liquidität hatte der WFLV der Spvgg. bereits im ersten Anlauf die Lizenz verweigert.

Spvgg. hat bereits nachgebessert

Daraufhin hatte der Verein seinen Antrag bereits einmal nachgebessert. Nach Informationen des Medienhauses Bauer um rund 40000 Euro, für die Sponsoren und private Gönner bürgen. Das hat den Prüfern in Duisburg offenbar nicht gereicht.
Jetzt nennt der Verband konkrete Forderungen, räumt Wolfgang Urbanczyk ein – ohne die Höhe zu beziffern. „Nur so viel: Das Problem ist aus unserer Sicht lösbar“, so der Geschäftsführer. „Wir werden versuchen, die geforderte Summe zusammen zu bekommen.“
Noch herrscht Zuversicht vor – auch bei Trainer Jürgen Wielert. „Der Vorstand hat bisher aus meiner Sicht einen tollen Job gemacht. Die werden auch diese Situation meistern“, sagt der Übungsleiter. „Alles andere wäre für die Mannschaft, die sich jetzt seit 18 Monaten den Allerwertesten aufreißt, einfach nur bitter.“
So starke Bedenken wie im Fall der Spvgg. Erkenschwick hatte der WFLV offenbar bei keinem anderen Bewerber: Allen anderen NRW-Ligisten wurde die Lizenz für die Spielklasse erteilt – wenn auch zum Teil nur unter Auflagen.
So wie im Fall des SV Schermbeck. Der Verein teilte gestern mit, er müsse bis zum 18. Juni nachweisen, dass die geplanten Einnahmen die für die kommende Saison erforderliche Liquidität tatsächlich sicherstellen.

Quelle: Medienhaus Bauer

Zum Seitenanfang