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SpvggI_SchurigBeide Serien haben gehalten. Der SV Schermbeck feiert mit dem 4:3 (3:1)-Heimerfolg gegen die Spvgg. Erkenschwick den sechsten „Dreier“ in Folge und damit wohl auch den vorzeitigen Klassenerhalt in der NRW-Liga. Für die bereits als Absteiger feststehenden Erkenschwicker gab’s am Freitagabend vor 150 Zuschauern die fünfte Pleite nacheinander.

 

Und die hatte sich die Truppe von Ex-Profi Stefan Blank selbst zuzuschreiben. Denn die Gäste waren in einem munteren Vestderby keineswegs die schlechtere Mannschaft. Im Gegenteil. Allein das Abwehrverhalten der Schwarz-Roten bei Standardsituationen war zumindest in der ersten halben Stunde katastrophal.

Wie in der 18. Minute, als Leon Einhaus beim 1:0 nach einer Ecke aus elf Metern unbedrängt zum Kopfball kam. Oder aber zwei Minuten später beim 2:0. Wieder segelte ein Eckball in den Erkenschwicker Strafraum. Dieses Mal landete der Ball bei Seyit Ersoy. Dessen Schuss konnte Schlussmann Christian Götz, der den Vorzug vor Marcel Müller erhielt, mit den Fingerspitzen noch an die Latte lenken. Doch beim Nachschuss hatte Ersoy gegen den am Boden liegenden Keeper keine Mühe. Die Gäste waren zu diesem Zeitpunkt völlig neben der Spur. Das nutzte Ersoy sechs Minuten später zu seinem zweiten Treffer. Fast mühelos setzte er sich über die linke Seite durch und traf aus spitzem Winkel zum 3:0.

Kampflos ergeben wollte sich die Blank-Truppe aber nicht. Schließlich war man den mitgereisten Fans etwas schuldig. Und tatsächlich kämpfte sich der Tabellenletzte zurück ins Spiel. Tobias Bockhoff erzielte das 3:1 (32.). Weitere Chancen gab’s für die Erkenschwicker bis zur Pause. Doch erst fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff stellte erneut Bockhoff mit dem 3:2 den Anschluss her, als er einen zu kurze Abwehr der Schermbecker aus 14 Metern in den Winkel nagelte.

Danach spielten zwar nur noch die Gäste. Das nächste Tor bejubelten aber wieder die Hausherren. Nach Foul von Jan Schmidt an Ersoy entschied Schiri Martin Thomsen auf Elfmeter und zeigte Schmidt obendrein noch die Gelb-Rote Karte. Tobias Urban verwandelte den Elfer sicher zum 4:2 (69.). Marvin Schurigs Freistoßhammer aus 25 Metern zum 4:3 läutetet noch einmal eine Schlussoffensive der Gäste ein. Mehr als die Anerkennung für eine tolle Leistung sprang für die Spvgg., die sich keinesfalls wie ein Absteiger präsentierte, aber nicht mehr heraus. 

Von Olaf Nehls