jubel gegen asc dortmundEine Sorge muss man Stefan Oerterer an dieser Stelle schnell nehmen: Dass er aufgrund seiner beiden Treffer zum Mann des Tages beim 5:1 (1:1)-Heimsieg seiner Spvgg. Erkenschwick über den ASC Dortmund ernannt wird. Denn vor seinem Doppelpack in der Schlussminute ließ der Torjäger vom Dienst einiges liegen.

 

Tim Forsmann (l.) und Deniz Batman haben sichtlich Spaß am 5:1-Sieg ihrer Spvgg. Erkenschwick über den ASC Dortmund, an dem ihre Kollegen Stefan Oerterer und Nils Eisen mit drei Treffern maßgeblich beteiligt waren. Foto: Maiß

„Da wird der schlechteste Mann auf dem Platz interviewt“, konnte sich „Ö“ einen kleinen Seitenhieb in seine eigene Richtung nicht verkneifen. „Er ist nun mal ein Vollblutstürmer, so wie Roy Makaay früher. Da siehst du lange nichts – und dann schlägt er zu“, wollte Co-Trainer Stefan Mroß seinen Top-Angreifer dann doch nicht ganz ohne Lob lassen.

Wenn man ehrlich ist, waren Oerterers Tore aber wirklich nicht spielentscheidend. Er schraubte das Resultat mit seinem „schnellsten Doppelpack der Karriere“ (O-Ton) am Ende noch auf 5:1.

 Entscheidend waren in den 90 Minuten davor zwei Situationen. Die eine ließ eine Viertelstunde vor Schluss den Schwicker Anhang um Luft ringen: Nach einem derben Abwehrschnitzer setzte nämlich Dortmunds Tim Schwarz die Kugel aus sieben Metern unbedrängt neben das Tor.

„Macht der ASC da das 2:2, dann wird es ganz, ganz eng“, gab auch Mroß nach dem Abpfiff zu, der Magnus Niemöller bei der Pressekonferenz vertrat. Der Trainer hatte ein wichtiges Sponsorengespräch.

 Die zweite Szene, die letztlich in den 5:1-Kantersieg mündete, datierte nur drei Minuten nach der dicksten ASC-Chance. Da nickte Daniel Feldkamp eine Oerterer- Ecke mustergültig am langen Pfosten zum 3:1 ein – der Widerstand der Gäste war gebrochen. „Da war bei uns die Luft raus“, redete auch Dortmunds Co-Trainer Rafael Wrosok Klartext.

Bis dahin hatten die 270 Zuschauer eine ausgeglichene Partie gesehen. Eine mit leichten Vorteilen für die Gäste im ersten Durchgang. Und eine mit wenigen Torchancen. Weil eben beide Abwehrreihen gut standen – meistens zumindest.

Einmal aber ließ der ASC Erkenschwicks David Sawatzki über rechts präzise auf Lukas Opiola legen, der das Leder zum 1:0 ins linke obere Eck zirkelte (27.).

 Kurz danach war aber auch die Abwehr der Hausherren einmal nicht im Bilde. Der quirlige Simon Rudnik, der die Erkenschwicker Hintermannschaft ein ums andere Mal vor Probleme stellte, bediente Michael Seifert, der trocken zum 1:1 vollstreckte (35.). Ein Ausgleich, der bis dahin mehr als verdient war.

Erst nach der Pause bekamen die Gastgeber mehr Zugriff. Nachdem Opiola noch am starken ASC-Keeper Jan Held scheiterte, (62.) war es Nils Eisen, der nach vorherigen Versuchen von Oerterer (2) und Opiola die Kugel zum 2:1 humorlos ins rechte Eck drosch (68.) Es folgten die schon beschriebenen Knackpunkte des Spiels, weitere dicke Chancen für Oerterer sowie die beiden Ö-Tüpfelchen in der Schlussminute.

Quelle: Stimberg-Zeitung

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