oerterer30Oft sind es die kleinen Geschichten, die Fußballspiele spannend machen. Und wenn am Sonntag die Spvgg. Erkenschwick den SV Lippstadt am Stimberg zu Gast hat, dann gibt es eine Menge Geschichten zu erzählen.

 

An das Hinspiel denken die Erkenschwicker gerne zurück: Stefan Oerterer ist auf dem Weg zum 2:0 in Lippstadt. Seit dieser Niederlage ist der SV ungeschlagen ? und reist mit ganz breiter Brust an den Stimberg. Foto: Krimpmann

Die eine ist, dass zwei beeindruckende Serien aufeinandertreffen. Die Erkenschwicker sind die einzige Oberliga-Mannschaft, die noch kein Heimspiel verloren hat. Lippstadt wiederum ist seit fast unglaublichen 17 Liga-Spielen ungeschlagen.

Die letzte Niederlage, und da haben wir bereits Geschichte Nummer zwei, datiert vom 30. November 2014 und war gegen – genau – die Spvgg. Erkenschwick. Damals setzte sich die Truppe von Magnus Niemöller mit 2:0 in Lippstadt durch. „Das ist schon Wahnsinn“, gibt auch der Coach zu, denn am Sonntag, ist dieser Erfolg, exakt auf den Tag ein halbes Jahr her – Geschichte Nummer drei.

Und eben vor diesem Hinspiel bewies Niemöller prophetische Fähigkeiten, sprach davon, dass er Lippstadt, das wirklich schlecht in die Saison gestartet war, eine grandiose Rückrunde zutraue.

Eben die spielt der SV und hat sich mittlerweile Rang fünf erobert. Auf den möchte auch Niemöller und nennt daher das Duell das „Viertelfinale um Platz fünf“. Er weiß auch: „Wenn wir Sonntag verlieren, ist Platz fünf weg, ansonsten folgte am Mittwoch das Halbfinale gegen Stadtlohn und am Sonntag das Finale gegen Rhynern“.

Vor den Erkenschwickern liegt nämlich zum Saisonabschluss eine englische Woche, die gleich mehrere Hochkaräter bietet. „Und in diese eine Woche werden wir noch einmal alles hineinlegen, was uns ausmacht“, verspricht der Trainer.

 Der aber gerade Lippstadt für einen besonders schweren Gegner hält. „Die haben unter anderem mit Ardian Jevric und Lars Schröder super Fußballer und mit Daniel Farke einen tollen Trainer-Kollegen, für mich einer der besten der Oberliga.“ Der am Saisonende aber Lippstadt freiwillig verlassen wird.

 Und da beginnen für Magnus Niemöller, bekennender Fan der Borussen aus Dortmund die Parallelen zwischen Lippstadt und dem BVB – und damit auch Geschichte Nummer vier.

„Beide haben miese Vorrunden gespielt, beide haben einen Trainer, der am Saisonende geht und beide können noch einen Titel holen.“ Der BVB bekanntlich den DFB-Pokal, die Lippstädter den Kreispokal.

Dort haben sie unter der Woche das Finale erreicht – mit einem 16:0 (!) bei der DJK SpVg Mellrich. „Natürlich war das nur ein B-Ligist, aber 16 Tore musst du erst mal schießen“, sieht der Trainer ein weiteres Indiz, dass Lippstadt die Mannschaft der Stunde in der Oberliga ist.

Personell kann Niemöller wieder auf Philipp Rosenkranz zurückgreifen, hinter dem Einsatz des angeschlagenen Christoph Kasak steht noch ein Fragezeichen. Und so kann am Sonntag eine weitere Geschichte dazukommen, entweder wird eine Serie beendet, oder beide bleiben bestehen, was auch schon bemerkenswert wäre.

Quelle: Stimberg-Zeitung

Spvgg. Erkenschwick - SV Lippstadt, Sonntag, 15 Uhr, Stimberg-Stadion

Zum Seitenanfang