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cinal hakan halleEin Hallenfußballturnier gleicht nicht dem anderen. Magnus Niemöller kann ein Lied davon singen. „Wir haben besser als beim Mitternachtscup gespielt“, sagt der Trainer des Oberligisten Spvgg. Erkenschwick und fügt schmunzelnd hinzu: „Aber das war nicht schwer.“ Nach dem Vorrundenaus beim Wettbewerb der Spvgg. Herten ließ der Vorjahressieger am Sonntag beim Vest-Cup des FC 96 nichts anbrennen.

 

Szene aus dem Finale: Hernes Torhüter Marvin Raab versperrt Hakan Cinal den direkten Weg zum Tor. Den Querpass des Erkenschwickers nutzt Stefan Oerterer gleich zum 5:2.                       Foto: Meike   Holz

Wie im vergangenen Jahr ging die Trophäe an den ranghöchsten Teilnehmer. Im Endspiel traf das Niemöller-Team auf den ebenfalls hochgehandelten Westfalenligisten SC Westfalia Herne.

 Auch die Mannschaft von Christian Knappmann konnte in den finalen 15 Spielminuten den Erkenschwicker Siegeszug nicht stoppen. Lukas Opiola und Hakan Cinal brachten den Titelverteidiger in Führung.

 Ebenso schnell rückte Herne die Verhältnisse auf dem Spielfeld gerade. Enes Kaya und Fatmir Ferati sorgten für den Ausgleich. Das 2:2 sollte aber nur eine Momentaufnahme sein. Stefan Oerterer (3) und Tim Forsmann schraubten den Vorsprung auf 6:2 in die Höhe.

 Mit weißer Weste waren die Erkenschwicker durch das Turnier in der gut besuchten Heinrich-Auge-Halle marschiert. In der Vorrunde ließ Torhüter Tim Oberwahrenbrock keinen Gegentreffer zu. Dass er in der Zwischen- und Endrunde hinter sich greifen musste, konnten die auf der Gegenseite treffsicheren Stimbergstädter verkraften.

 Den Beinamen „Torfabrik“ verdiente sich im Turnierverlauf auch Herne, was beide Finalisten letztlich eindrucksvoll unter Beweis stellten.

 Im Spiel um Platz drei beschränkten sich die Bezirksligisten FC/JS Hillerheide und SV Vestia Disteln auf ein Neunmeterschießen. Dieses begann aus Recklinghäuser Sicht optimal, als FC/JS-Keepper Michel Schnell den Schuss von Sammy Katnik parierte. Weil aber Matthias Fabich und Paul Heron verschossen, blieb es nur beim Treffer von Dejan Petrovic. Auf der Gegenseite waren Dorian Klahs und Justin Frank Buth erfolgreich.

 Mit dem FC Leusberg und der SG Suderwich hatten zwei weitere Recklinghäuser Mannschaften die Zwischenrunde erreicht. Leusberg verpasste nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz den Einzug ins kleine Finale. Suderwich musste in der Erkenschwicker Gruppe die Stärke des Oberligisten anerkennen, konnte diesen aber ärgern. Nur knapp verpasste Spielertrainer Nassir Malyar den 3:3-Ausgleich, im Gegenzug sorgte Oerterer für den 4:2-Endstand.

 Und Ausrichter FC 96? Kai Moczyk, Trainer der ersten Mannschaft, hüllt den Mantel des Schweigens um das Turnier. „Wir haben das Feld aufgefüllt“, kommentiert er das Vorrunden-Aus.

 INFO

oberwahrendorf tim2Ausrichter FC 96 hatte nicht lange suchen müssen, um den besten Spieler und besten Torhüter des Turniers zu finden. Vorsitzender Gerrit Haug zeichnete Tim Oberwahrenbrock von Turniersieger Spvgg. Erkenschwick als besten Keeper aus. Er verhinderte mit Glanzparaden nicht nur einige Gegentreffer. Der 25-Jährige kann auch anders. Im letzten Zwischenrunden-Spiel gegen den FC/JS Hillerheide nahm der Schlussmann Maß und düpierte mit dem Treffer zum 6:1 sein Gegenüber Michel Schnell. Als „Das A und O des Hallenfußballs“ würdigte der Ausrichter auch die Leistung von Stefan Oerterer, der nicht nur wegen seiner drei Final-Tore zum besten Spieler gekürt wurde.

Quelle: Recklinghäuser-Zeitung