eisen nils 15Der 2:0-Erfolg über den SV Schermbeck durfte Erkenschwicks Trainer Magnus Niemöller alleine rein ergebnistechnisch erfreut haben. Was den Übungsleiter aber wohl besonders zufrieden stimmte: Seine Elf hatte über 90 Minuten alles unter Kontrolle.

 

Eisen Den berühmten Tick eher am Ball als sein Gegenspieler Semih Esen, ist in dieser Situation Spvgg. Erkenschwicks Kapitän Nils Eisen. Foto: Krimpmann

Genau daran hatte es in der jüngeren Vergangenheit mehrfach gehapert. Entweder, die Schwarz-Roten spielten allzu kontrolliert und vergaßen dabei, entscheidende Akzente im Spiel nach vorne zu setzen.

 Oder aber es gab ein Auf und Ab im Spiel, das – wie etwa zuletzt beim SC Roland (2:2) – mit Gegentreffern bestraft wurde. Am Samstag stimmte aus Sicht der „Schwicker“ endlich wieder die Balance. „Das Ergebnis und unsere Niederlage sind absolut verdient“, räumte daher auch Schermbecks Coach Christoph Schlebach ein. „Das lag nicht daran, weil wir nicht mitgespielt haben, sondern weil wir uns nicht eine richtige Torchance herausgespielt haben.“ Zugute kam der Heimmannschaft vor 450 Zuschauern, dass gleich der erste Torschuss des Spiels in der siebten Spielminute saß. Bezeichnend dafür war die Entstehung: Arda Nebi setzte Evans Ankomah-Kissi in der Schermbecker Hälfte unter Druck, erkämpfte sich den Ball und schickte Deniz Batman steil. Der bediente den mitgelaufenen Stefan Oerterer, der wiederum trocken zum 1:0 abschloss.

 Bis dahin lag die Erkenschwicker Erfolgsquote bei einhundert Prozent. Was man der Mannschaft danach vorwerfen kann, wenn man denn wollte, ist, dass sie in der Folgezeit nicht annähernd so effizient war, wie es vielleicht geboten gewesen wäre.

 Arda Nebi scheiterte frei genauso an Schermbecks Keeper Tim Krückemeier (15.) wie Stefan Oerterer (39.), und Stefan Grummel schoss ein mustergültiges Zuspiel von Kevin Kokot aus 14 Metern frei in die Wolken (42.). Und das waren nur die besten von vielen Möglichkeiten, die sich den Schwarz-Roten bereits in Hälfte eins boten.

 Schermbeck wirkte zwar bemüht und zeigte einige gute Ansätze, aber alles, was sich auch nur annähernd in der Erkenschwicker Gefahrenzone abzuspielen drohte, wurde von der aufmerksamen Defensive rechtzeitig geklärt. Spvgg.-Keeper Marcel Müller musste in den ersten 45 Minuten nicht einmal ernsthaft eingreifen.

 Dass die Partie quasi mit dem Halbzeitpfiff entschieden war, war ebenfalls ein Produkt einer starken Kollektivleistung. Wieder setzte die Spvgg. am und im Schermbecker Strafraum nach. Nils Eisen, Stefan Oerterer und Stefan Grummel waren an diversen Balleroberungen beteiligt, die den SVS gehörig ins Schwimmen brachten, ehe der Ball zu Deniz Batman kam, der aus der Drehung das rechte untere Eck anvisierte und zum 2:0 traf (45.).

 Nach dem Wechsel wäre sogar ein Schützenfest möglich gewesen. Oerterer (56.), Grummel (58./traf den Außenpfosten) und Eisen (61.), dessen Schuss auf der Torlinie geklärt wurde, hatten beste Möglichkeiten, während Schermbeck sich weiter redlich mühte, aber einfach keine Mittel fand.

 Dann war irgendwie vorzeitig Schluss: Die letzten 30 Minuten plätscherten dahin. Schermbeck steckte zwar nie auf, aber Erkenschwick brachte die Partie souverän nach Hause und schonte die Kräfte fürs anschließende Oktoberfest im Vereinsheim.

von Olaf Krimpmann

Zum Seitenanfang