oerterer34Was ist nur los in der Oberliga? Die vermeintlich „Kleinen“, TSG Sprockhövel und SV Schermbeck, führen die Tabelle an. Hoch eingeschätzte Klubs wie SC Roland (14.), Westfalia Rhynern (15.) oder SuS Stadtlohn (17.) schwächeln. Hinterher hechelt irgendwie auch die Spvgg. Erkenschwick (12.).

 

  Ein Sahnetag sieht anders aus: Erkenschwicks Stefan Oerterer versucht, das 1:4 gegen den SV Lippstadt 08 zu verarbeiten. Foto: Braucks

Die Frage nach der 1:4-Niederlage gegen den SV Lippstadt lautet: Waren die Gäste so stark? Oder die Spvgg. so schwach? Für Stefan Fröhlich, Trainer des Tabellendritten und Meisterschaftsfavoriten Lippstadt, kam im Stimberg-Stadion offenbar beides zusammen. Die Umstände des 4:1-Erfolgs seien ja schon etwas glücklich gewesen, merkte der Übungsleiter hinterher an. „Auf so eine Erkenschwicker Mannschaft trifft man nicht so oft“, sagte Fröhlich. „Sie kann ja sehr viel besser Fußball spielen, als sie es heute gezeigt hat.“ Ob da ein Trainer den Gastgebern Mut zusprechen wollte? Nach dem Motto: Fußball ist ein Tagesgeschäft. Was an diesem Sonntag ganz schlecht war, kann am nächsten doch schon wieder ganz anders aussehen.

 Fröhlichs Kollege Magnus Niemöller wollte sich auf diese Sicht nicht einlassen – und er tut wohl gut daran. Der Erkenschwicker Trainer benannte die Mängel im Spiel seiner Mannschaft schonungslos. Das sorglose, unsaubere Passspiel in der eigenen Hälfte sollte sich schnell abstellen lassen. Die Probleme in der Offensive zu lösen scheint da schwieriger.

 Den bislang einzigen Saisonerfolg, das 4:1 beim TuS Ennepetal, schoss die Spielvereinigung gegen einen offensiv aufgestellten Gegner heraus, der viel Platz für Konter und Eins-gegen-eins-Duelle ließ. Gegen konzentriert und kompakt verteidigende Mannschaften tut sich Schwarz-Rot schwer, vernünftige Chancen zu erzwingen.

„Man kann der Mannschaft jetzt nur zurufen: Arbeiten, arbeiten, arbeiten! Und genau das ist es, was wir in dieser Woche tun werden“, sagt Trainer Magnus Niemöller. Um bei Aufsteiger SC Paderborn U23 (Sonntag, 15 Uhr - Sportzentrum Breite Bruch) einen besseren Eindruck zu hinterlassen und die Tabellenspitze nicht schon frühzeitig aus den Augen zu verlieren.

Quelle: Stimberg-Zeitung

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