Nebi arda 02Die Spvgg. Erkenschwick hat dank eines 1:0 (1:0)-Erfolgs im abschließenden Gruppenspiel gegen den SC Hassel das Halbfinale um den Cranger-Kirmes-Cup erreicht. Gegner dort ist Donnerstag ab 17.45 Uhr der alte Rivale aus gemeinsamen Liga-Zeiten, Westfalia Herne. Der TSV Marl-Hüls hat es im Anschluss mit SV Wanne 11 zu tun (Anstoß: 19.30).

Arda Nebi Spvgg. Erkenschwick Fußball Saisonvorbereitung 2015/2016 Cranger-Kirmes-Cup SV Sodingen Handgreiflichkeiten in Sodingen: Hassels Alexander Schlüter (links) im Laufduell mit Arda Nebi. Foto: Olaf Krimpmann

Zum fünften Mal in Serie sind die Schwarz-Roten nun ins Halbfinale dieses Turniers eingezogen, zum fünften Mal in Serie haben sie damit ein Preisgeld sicher. Nur: Einen Schönheitspreis haben sie am Dienstagabend in der Partie gegen Hassel definitiv nicht gewonnen.

 Das Weiterkommen als glücklich zu bezeichnen, wäre fast schon übertrieben. Erkenschwicks Trainer Magnus Niemöller wusste aber sehr wohl, warum das Turnier in diesem Jahr eine knappe Kiste für sein Team sein würde: „Das ist das Resultat der hohen Belastung mit einem kleinen Kader.“

Die Belastung mit den Turnierteilnahmen in Sinsen und Sodingen hatte sich Niemöller zwar selbst ausgesucht. Doch war der bei der Planung davon ausgegangen, dass ihm dabei auch ein Großteil des Kaders zur Verfügung stehen würde.

 Tut er aber nicht. Und so wirkten die wieder in Minimalbesetzung angetretenen „Schwicker“ gegen Hassel nicht nur ungewohnt passiv, ließen den Gegner nach der eigenen frühen Führung durch Philipp Rosenkranz (6.) viel Raum. Zu allem Überfluss sah Lukas Opiola in der 58. Minute die Ampelkarte, als der bereits verwarnte Erkenschwicker (Ballwegschlagens) einen Tritt gegen Nedim Djuliman andeutete.

 Kurios: Erkenschwick, das ab Minute 58 nur noch aufs Verteidigen bedacht war, machte nun den weit gefestigteren Eindruck als etwa in den ersten 45 Minten. In denen köpfte Kevin Rudolph ans Lattenkreuz (22.) oder entschärfte Torhüter Marcel Müller zweimal in höchster Not (8. und 26.).

 Auf Müller war Verlass, er wirkte, als sei er nie weg gewesen – erstaunlich nach seiner mehrmonatigen Verletzungspause.

 Chancen hatten aber auch die Schwarz-Roten: Als Opiola noch mitspielen durfte, scheiterte er frei an SCH-Keeper Cedric Drobe (30.) und an der Latte (41.). Tim Forsmann hatte bei einem Konter die Entscheidung auf dem Fuß, verzog aber (73.). Was für Hassel auch Daniel Eisenkopf (37.) und Djuliman mit einem Lattentreffer (65.) taten.

von Olaf Krimpmann

Zum Seitenanfang