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SpvggI_WarnckeTSV Germania Windeck gegen Spvgg. Erkenschwick (So., 15 Uhr – Weco-Arena, Sportplatzweg 2) – es ist eins jener Spiele, in denen schon vor Anpfiff fest steht, wer am Ende siegen wird.



 
Doch wäre Fußball immer so eindeutig, würde Bayern München in jedem Jahr deutscher Meister werden. Und da selbst die Bayern das nicht schaffen, reist die Spielvereinigung am Sonntag mit einer gesunden Portion (Zweck)Optimismus an die Sieg.

„Von uns erwartet dort niemand was. Eigentlich können wir nur positiv überraschen und ganz befreit aufspielen“, meint Erkenschwicks Trainer Stefan Blank. Dass die Schwarz-Roten gegen den Liga-Favoriten auf ihre Art und Weise mithalten können, hat das Hinspiel gezeigt. 0:0 endete die Partie am Stimberg.

Es war eine Begegnung, in der die Erkenschwicker nicht viel zuließen. Und nur so, schwant Stefan Blank, wird der Germania auch am Sonntag beizukommen sein. Mit der „nötigen Grundordnung“ müsse seine Truppe agieren, auch mutig im Spiel nach vorne sein. Blank: „Wir müssen unsere Chance suchen, gerade weil keiner damit rechnet.“

Dass die Elf von Trainer Heiko Scholz stramm auf Kurs Regionalliga liegt, kommt nicht von ungefähr. Mittlerweile scheint sich die prominent besetzte Mannschaft gefunden zu haben. Und so wird es am Sonntag in der Weco-Arena das altbekannte Spiel geben.
Etwa das Duell Krösus gegen Kirchenmaus, wozu die Traumlose im DFB-Pokal beitragen, die die Germania als Abonnementssieger des Mittelrheinpokals seit geraumer Zeit aus dem Topf fischt.

Und da ist dann auch noch das Duell der Jungspunde gegen die geballte Profi-Erfahrung. Da werden sich dann die 19-jährigen Marcel Müller, Dennis Drontmann oder Deniz Batman gegen Mariusz Kukielka (34), Ervin Skela (34; beide ehemals Cottbus), Markus Kurth (37; 1. FC Köln) oder Thorsten Nehrbauer (33; Leverkusen) behaupten müssen. Einzig Artur Matlik (33; Preußen Münster) kann auf Erkenschwicker Seite von der Erfahrung mithalten.

Aber da sind bei der Germania auch noch ein paar jüngere Akteure, die Potenzial besitzen. Wie die Angreifer Lucas Musculus (20; ehemals TuS Koblenz) oder Salvatore Amirante (26; Carl Zeiss Jena). Beide „schenkten“ am letzten Sonntag beim 3:1-Sieg am Badeweiher dem VfB Hüls gleich alle drei Tore ein.

Erschwerend hinzu kommt, dass auf Erkenschwicker Seite Dennis Warncke (Grippe) ausfallen wird. Wer ihn auf der linken Außenbahn vertreten wird, will Stefan Blank kurzfristig entscheiden. Der Trainer selbst lag jüngst mit einem dicken Schnupfen flach. Hauptsache, er ist am Sonntag nach dem Spiel nicht „verschnupft“. Favorit ist die Spvgg. ja nicht gerade…


Germania Windeck - Spvgg. Erkenschwick
So., 15 Uhr – Weco-Arena, Sportplatzweg 2

von Olaf Krimpmann