basiledavide10Schon vor der Partie am Sonntag einte den SC Roland und die Spvgg. Erkenschwick, dass beide im Vorfeld hoch gehandelten Oberligisten bislang irgendwie nicht so recht zünden wollten. Auch das 2:2 (1:1) im direkten Duell brachte keinen wirklich voran, wie konnte es auch?

 

RSP_Erkenschwick_Basile Da war der SC Roland auf dem Posten: Michael Oscislawski (Nr. 16) klärt vor Davide Basile (links). Der Erkenschwicker Verteidiger traf nach der Pause zur zwischenzeitlichen Führung für die Schwarz-Roten. Foto: Krimpmann

Wenn Erkenschwicks Trainer Magnus Niemöller nach Spielschluss von einem lachenden und einem weinenden Auge sprach, mit dem er und sein Team die Heimreise antreten würden, kommt das nicht von ungefähr. In einer Partie mit vielen Wendungen hatten die Schwarz-Roten am Ende arg unter Druck gestanden. „Vor drei Wochen hätten wir das Spiel noch verloren“, zog der Trainer damit das Positive aus dem Ergebnis.

Er hätte auch mit zwei lachenden Augen in den bereitstehenden Mannschaftsbus steigen können, denn unbestritten „die“ Chance des Spiels bot sich seiner Elf in der Nachspielzeit.

 Davide Basile köpfte einen Ball wuchtig aus der Gefahrenzone nach vorne, der eingewechselte Lukas Opiola leitete direkt weiter in die Spitze, wo Stefan Oerterer lauerte.  Der nahm das Leder aus 14, 15 Metern direkt, brachte es aber nicht an Rolands stark reagierendem Keeper Philipp Sandhowe vorbei.

„Schade, das wäre der Lucky Punch gewesen“, meinte Niemöller.

 Sich groß grämen wollten sich alle nicht. „Ö hat uns schon so viele Siege gesichert, das wird er bald wieder tun“, sprang damit auch Davide Basile dem unglücklichen Schützen beiseite. Davon abgesehen empfanden beide Teams das Resultat von 2:2 allemal als gerecht. Nur eben weiter brachte es keinen.

 Roland krönte seine starke Anfangsphase mit einem frühen Treffer durch Mike Pihl (7.). Erkenschwick kam erst nach 15 Minuten ins Spiel und nutzte eine der ersten Möglichkeiten eiskalt aus, indem Deniz Batman ungehindert aus 18 Metern abziehen konnte und traf (20.).

 Direkt nach der Pause glückte den Gästen ein Blitzstart, als Davide Basile einen Freistoß mit voller Wucht und damit unhaltbar in die Maschen köpfte (55.).

 Das Tor weckte den SC Roland aus seiner Lethargie, der ab der 60. Minute nun deutlich mehr Ballbesitz hatte. Lange hielt das Erkenschwicker Bollwerk, aber auch der SC Roland war effizient: Einer der wenigen wirklich zwingenden Torabschlüsse in diesem Spiel gelang Ogün Gümüstas in der 73. Minute, nachdem der Offensivmann per Doppelpass mit Samet Davulcu mustergültig frei gespielt worden war.

 Spät befreiten sich die Gäste von dem Druck, spielten ihre Konter aber lange nicht zwingend aus. Bis zur 91. Minute, als Sandhowe Erkenschwicks Siegtreffer verhinderte.

von Olaf Krimpmann

Zum Seitenanfang