bluhm janos 7Glückwünsche vieler Trainerkollegen nach seiner Vertragsverlängerung am Stimberg hat Magnus Niemöller in den vergangenen Tagen etliche bekommen. Nur wer den Erkenschwicker Übungsleiter kennt, der weiß: Glückwünsche für einen Sieg am Sonntag wären Niemöller ungleich lieber.

 

Für Sonntag erstmals in einem Pflichtspiel in 2015 eine Option ist Janos Bluhm (links), der seine Rotsperre abgesessen hat. Foto: Olaf Krimpmann

Eintracht Rheine gastiert auf dem Erkenschwicker Kunstrasen, ein Gegner, gegen den es schon zu alten Oberliga-Zeiten ging. Aber was zählt die Vergangenheit in der Gegenwart? Niemöller weiß: „Rheine - Erkenschwick waren nie Langweiler, immer enge Spiele. Allerdings gehen diesmal beide Teams mit einem Negativerlebnis in die Partie.“ Die Spvgg. unterlag bekanntlich Arminia Bielefelds U23 mit 1:3 und präsentierte sich gegen die aktuell formstärkste Mannschaft der Liga wenigstens 45 Minuten lang in einer starken Verfassung.

 Rheine unterlag vor 1 700 Zuschauern zum zweiten Mal in der Saison im Lokalduell SuS Neuenkirchen (0:2). Dass bei den Münsterländern der Stachel tief sitzt, ist anzunehmen. „Von Rheine wird eine Reaktion kommen. Gerade nach einer Derby-Niederlage steht eigentlich immer alles auf den Prüfstand“, sagt Niemöller, der folglich „einen wütenden, angriffslustigen Gegner“ erwartet.

 Nicht, dass sein Team solche Aufgaben in der Vergangenheit nicht schon gelöst hätte: Aber nach dem Bielefeld-Spiel gibt es am Stimberg möglicherweise doch mehr aufzuarbeiten als gewöhnlich. Freitagabend gab’s fürs gesamte Team quasi als Einstimmung auf Sonntag daher einen Video-Zusammenschnitt des 1:3. „Da sind auch die guten Phasen dabei, die wir in Bielefeld zweifelsfrei auch hatten“, sagt der Trainer.

 Den aber naturgemäß stärker die schwächeren Abschnitte interessieren; wie jene elf Minuten, in denen sich sein Team drei Gegentreffer fing – so viele, wie in der ganzen Saison in einem solch kurzen Zeitraum nicht. Niemöller bringt es auf den Punkt: „Erste Halbzeit sind wir in Bielefeld taktisch Amok gelaufen, unser ganzes Spiel ist in Schieflage geraten. Da stimmte vieles nicht.“

Folglich gilt es für Sonntag gegen einen Gegner, bei dem der beste Torschütze Timo Scherping (7 Tore) seine Gelbsperre abgesessen hat, erst einmal wieder den Laden souverän dicht zu halten, Räume eng zu machen.

 Auch auf der Bank dürfte der Platz wieder etwas knapper werden. Mit Kapitän Nils Eisen, Janos Bluhm und Tim Forsmann kehren gleich drei gesperrte Spieler zurück in den Kader. Was Magnus Niemöller einige Optionen bietet – und Kopfzerbrechen über die Startformation beschert.

von Olaf Krimpmann

 INFO Spvgg. Erkenschwick - FC Eintracht Rheine; So., 15 Uhr – Stimberg-Stadion (Kunstrasen)

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