rosenkranz philipp10„Flasche leer“ an der Dorstener Straße: Dort reichte der Spvgg. Erkenschwick auch ein fulminantes Finale nicht aus, um die 1:2-Niederlage bei Schlusslicht SV Zweckel zu drehen. Aber warum sollte in der Nachspielzeit das gelingen, was in 90 Minuten zuvor nur höchst selten gelungen war – Torgefahr zu kreieren?

 

    Elfmeter für Erkenschwick: Zweckels Christian Kaminski bringt Philipp Rosenkranz zu Fall Foto: Krimpmann

Magnus Niemöllers Befürchtungen waren damit eingetreten: Sein Team verfügt aktuell weder über die Reserven, noch über das Personal, um einen Gegner komplett in Schach zu halten. Der Ausfall einer ganzen Kreativabteilung – Eisen, Batman und Bluhm wären hier zu nennen – war selbst in Zweckel eine zu große Hypothek.

Entsprechend gestaltete sich die Begegnung vor 290 Zuschauern: In den ersten 45 Minuten passierte dabei im Prinzip nichts! Erkenschwick hatte die Begegnung im Griff, echte Torgefahr konnten aber auch die Schwarz-Roten mit Ausnahme der 34. Minute, als Stefan Oerterer eine Opiola-Flanke mit vollem Risiko übers Tor drosch, höchst selten herauf beschwören.

 Was nicht alleine am Zweckeler Holperrasen lag, der bekanntermaßen allenfalls über Kreisliga-Niveau verfügt. Auf eben jenes verfielen die Gäste kurz nach der Pause bei den ersten Zweckeler Versuchen, selbst die Initiative zu ergreifen. Sowohl beim 1:0 durch Christopher Zeh nach Vorarbeit von Seyit Ersoy (59.), als auch beim 2:0 kurz darauf durch Ersoy (69.), das Can Ucar vorbereitete, wirkte die rechte Erkenschwicker Abwehrseite hölzern bis körperlich abwesend.

 Mit den beiden Treffern – den ersten echten Zweckeler Torschüssen im Spiel – war die Begegnung im Prinzip auch gelaufen. Erkenschwick tat sich im Spielaufbau schwer, kam zwar durch Stefan Oerterer zu zwei Abschlüssen in der 67. und 75. Minute, die Zweckels Schlussmann Dennis Grüger in höchster Not abwehrte.

 Auf der anderen Seite zeigten sich auch die Gäste zunehmend anfällig. „Machen wir das 3:0, hätten wir uns das Zittern erspart“, meinte Zweckels Trainer Günther Appelt mit Blick auf die Schlussphase, die überraschend turbulent geriet. Erst foulte Christian Kaminski den in den Strafraum stürmenden Philipp Rosenkranz elfmeterwürdig (90.). Den Strafstoß netzte Stefan Oerterer sicher zum 2:1 ein.

 Zum Zweckeler Verdruss hatte Schiri Lukas Sauer der Partie dann auch noch eine Nachspielzeit von vier Minuten verordnet. Vier Minuten, in denen die Gäste ihre letzten Reserven mobilisierten. Der eingewechselte Umut Ceribas leitete die letzte Chance ein mit einem scharfen Pass in den Fünfmeterraum. Tim Forsmann drosch den Ball aber über den Kasten (90. + 5).

 So blieb es beim aus Zweckeler Sicht nicht unverdienten 2:1, das dem SVZ allerdings nicht weiterbrachte. Gleiches gilt für die Spvgg. Erkenschwick, die sich – so scheint es – dem Saisonende weiter entgegen quält.

Quelle: Stimberg-Zeitung

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