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Gelungener Test für Westfalenligist Spvgg. Erkenschwick: Die Mannschaft von Trainer Magnus Niemöller setzte sich am Donnerstagabend mit 3:1 beim Landesligisten TSV Marl-Hüls durch und bot dabei streckenweise eine ansehnliche Leistung.


Der Mann meint es ernst: Heftige Windböen, Dauerregen, nicht mal zehn Grad – und doch rief Spvgg.-Trainer Magnus Niemöller seine Kicker noch auf dem Platz zur Teambesprechung zusammen. Um sofort die frischen Eindrücke zu verarbeiten.

Grund zur Kritik hatte Niemöller nicht – seine Mannschaft hinterließ im Test bei Landesligist TSV Marl-Hüls einen prima Eindruck. Nach zwei knochenharten Trainingswochen wirkten die Schwarz-Roten spritzig, spielfreudig und scheinbar unbeeindruckt von den Turbulenzen im Klub (das Medienhaus Bauer berichtete gestern).

Der 3:1-Erfolg der Spvgg. Erkenschwick jedenfalls war vollauf verdient. „Bei uns haben viele Abläufe schon sehr gut funktioniert“, zog Trainer Niemöller Bilanz. Sebastian Westerhoff brachte den Westfalenligisten in Führung (18.), Marc Pawlowski glich für den TSV nach einem kapitalen „Bock“ in der Spvgg.-Defensive aus (24.). Niemöller: „Besser so als ausgespielt.“

Nach dem 1:1 fand sich der Landesligist, der seine Vorbereitung gerade erst gestartet hat, besser zurecht, konnte bis zur Pause aber kein Kapital daraus schlagen. Nach dem Seitenwechsel setzten vor allem die Gäste Akzente am Loekamp – von zwei, drei ansprechenden Kontern des TSV abgesehen. Extraklasse war das Erkenschwicker 1:2: Mit viel Gefühl schnibbelte Sebastian Westerhoff den Ball aus 16 Metern in den Torwinkel (61.). Ehrfürchtig beobachtet von der Hülser Abwehrkette.

Der Lohn: „Wester“ durfte prompt das Feld Richtung Dusche verlassen. Zehn Minuten später die Entscheidung durch Alexander Glembotzki, der in den Strafraum zog und TSV-Torhüter Gedenk (kam zur Pause für Schmid) keine Chance ließ. „Die Erkenschwicker haben aufgezeigt, woran wir zu arbeiten haben: Im Spielaufbau und beim Tempo müssen wir zulegen“, sagte TSV-Trainer Holger Flossbach, der ansonsten vor allem mit dem Wetter haderte. So wollten nicht mal 100 Zuschauer die Partie sehen. „Die Erkenschwicker haben uns versprochen, dass sie im Sommer kommen“, moserte Flossbach. „Jetzt ist doch schon Herbst geworden.“

Von Thomas Braucks