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niemoeller21Magnus Niemöller lächelte freundlich, als er nach dem 2:1-Erfolg der Spvgg. Erkenschwick gegen den Landesligisten Lüner SV erklärte: „Heute hat der Mannschaft etwas die Frische gefehlt.“ Wohl wissend, wer sie ihr geraubt hatte: Der Trainer selbst nämlich.

Trainer Magnus Niemöller hatte seine Mannschaft bereits gut drei Stunden vor dem Anpfiff um 14.30 Uhr zum Stimberg-Stadion einbestellt. Zu einer rund 75 Minuten langen und von Teilnehmern als recht knackig eingestuften Einheit mit Schnelligkeits- und Kraftübungen.

„Ich sage ja nicht umsonst: Wir testen aus dem laufenden Training heraus“, erklärte der Übungsleiter. Dafür musste der Trainer damit leben, dass seine Elf den Zwei-Klassen-Unterschied zwischen einem Oberligisten und einem Landesligisten nur selten deutlich aufzeigen konnte.

 Eine gute Stunde tat der Lüner SV das, was sich Niemöller erhofft hatte: Der Tabellenführer der Landesliga 3 verlangte seiner Mannschaft kämpferisch, läuferisch wie spielerisch einiges ab.

 Typisch das 0:1 in der 37. Minute: Vor dem Erkenschwicker Strafraum stürzten sich die Gäste bissig in die Zweikämpfe und eroberten den Ball – Ricardo Ribeiro wuchtete ihn am chancenlosen Marcel Müller vorbei ins Erkenschwicker Tornetz.

 Dass die Schwarz-Roten nicht mit einem Rückstand in die Pause gingen, hatten sie vor allem Mirko Eisen zu verdanken: In der 43. Minute setzte der Angreifer auf der rechten Seite energisch nach und legte Stefan Oerterer das 1:1 auf. Und kurz vor dem Pausenpfiff vollendete Eisen selbst nach Vorarbeit von Bruder Nils und Arda Nebi zum 2:1 (45.).

 Eine kapitale Chance zum 2:2 hatte der Lüner SV noch nach der Pause, im Anschluss aber bekamen die Gastgeber das Spiel immer besser unter Kontrolle. Gelungene Offensivaktionen des LSV gab es nicht mehr zu sehen, dafür eine Reihe von Erkenschwicker Angriffsversuchen. Ihnen allen fehlte die Präzision auf den letzten Metern oder aber die Entschlossenheit beim Abschluss. Eine Frage der Kraft?

„Dass die etwas fehlte, war nach der Trainingseinheit einkalkuliert“, sagte Übungsleiter Magnus Niemöller. „Aber die Mannschaft hat sich heute durchgebissen. Das ist, was zählt.“

Quelle: Stimberg-Zeitung