rosenkranz philipp10Es ist eigentlich wie zuletzt immer in den regionalen Oberliga-Derbys mit Beteiligung der Spvgg. Erkenschwick: Vor dem Anpfiff ist Schwarz-Rot der Favorit. Nur: Zu sehen war auf dem Rasen davon meist nicht allzu viel.

 

Haben beim SV Zweckel etwas gutzumachen: Philipp Rosenkranz (rechts) und die Spvgg. Erkenschwick unterlagen im Frühjahr mit 1:2. Foto: Krimpmann

Und so hebt Trainer Magnus Niemöller vor dem Nachbarschaftsduell beim SV Zweckel am Sonntag auch nicht den Finger zur Warnung – er bemüht Daten und Fakten. Die Derby-Statistik aus der abgelaufenen Oberliga-Saison zum Beispiel.

 In sechs Partien gegen Westfalia Herne, SV Zweckel und VfB Hüls hat die Spvgg. einen einzigen Erfolg gefeiert – am Badeweiher. „Der große Außenseiter waren wir dabei nie“, merkt Trainer Magnus Niemöller mit feiner Selbstironie an.

 Die Bilanz gegen den SV Zweckel liest sich finster: Von sechs möglichen Punkten hat die Elf von Magnus Niemöller gegen den Fast-Absteiger einen Zähler geholt. Der Trainer sieht ein Muster: Die Rolle des Derby-Favoriten habe seiner Mannschaft nie gelegen. „Wir haben jedenfalls nie wie einer gespielt.“

Was Hoffnung macht: Nach dem holprigen Saisonstart ist die Spvgg. inzwischen in Schwung gekommen. Seit einem Monat ist der Tabellenzehnte ungeschlagen, hat auch das Kreisderby gegen den SV Schermbeck sicher gewonnen (2:0).

 Und: Das Erkenschwicker Personal scheint die Aufgabe sehr seriös anzugehen. Im Training hätten seine Kicker um jeden Ball gefightet, berichtet Magnus Niemöller. Auch beim 6:1-Testerfolg beim TuS Haltern am Dienstag gab es läuferisch nichts zu beanstanden.

 Gute Voraussetzungen für die kurze sportliche Dienstreise nach Gladbeck also, wo die Spielvereinigung am Sonntag ein heißer Tanz erwartet. Gastgeber SV Zweckel operierte nach der 1:7-Packung gegen Ennepetal die ganze Woche über im Krisenmodus.

 Erst knöpfte sich Trainer Günter Appelt seine Spieler vor, klagte sie der Arbeitsverweigerung an. Am Dienstag bat dann der Vorstand des Tabellenletzten den Mannschaftsrat zum Rapport. Und am Donnerstag schließlich setzte sich das Team ohne Trainer und Vorstand zusammen, um sich auf den Abstiegskampf einzuschwören. Der SV Zweckel will einen Neustart – und jetzt schaut ausgerechnet die Spvgg. vorbei. „Wir sind komplett darauf eingestellt“, sagt Erkenschwicks Trainer Magnus Niemöller. Gut spielen werde auf der Sportanlage an der Dorstener Straße in Gladbeck nicht reichen. „Auf die Lauf- und Zweikampfstatistik kommt es an. Die sollten wir tunlichst nicht verlieren“, sagt Niemöller. „Denn sie wird maßgeblichen Einfluss auf das Ergebnis haben.“

Quelle: Stimberg-Zeitung

SV Zweckel - Spvgg. Erkenschwick, So. 15 Uhr, Stadion Dorstener Straße 43, 45966 Gladbeck

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