ball im wasser2Die vorgezogene Oberligapartie am Freitagabend zwischen dem SuS Stadtlohn und der Spvgg. Erkenschwick wurde kurzfristig abgesagt. Schiedsrichter Tim Zahnhausen (Herne) erachtete den Rasenplatz am Sportpark in Stadtlohn für nicht spielfähig.

 

Das fanden auch Magnus Niemöller und seine Spieler. Nur: Sie waren bereits wie der Schiedsrichter etliche Kilometer angereist, schon fertig umgezogen, ehe die Partie abgesagt wurde. Entsprechend groß war das Unverständnis, auch bei den mitgereisten Fans, von denen sich ebenfalls einige bereits auf der Anlage befanden.

„Da rattert man hierhin für nichts“, schüttelte Niemöller gut 20 Minuten vor dem geplanten Anpfiff in der Kabine mit dem Kopf.

„Heute Nachmittag um 14 Uhr war der Platz einwandfrei bespielbar“, sagte Stadtlohns Sportlicher Leiter Markus Plate. Dass der Dauerregen am Freitag dem Geläuf derart zusetzen würde, sei zu diesem Zeitpunkt nicht abzusehen gewesen. Auch Plate habe am späten Nachmittag geschwant: „Das wird heute wohl nichts.“

Magnus Niemöller hatte noch am Nachmittag per WhattsApp-Nachricht von Stadtlohns Trainer Daniel Sekic die Info erhalten: Der Rasen ist bespielbar.

 Bemerkenswert ist die späte Absage durch den Schiedsrichter vor dem Hintergrund, alsdass sich im Sportpark einige Meter vom Rasenplatz entfernt seit einigen Monaten ein frischer Kunstrasenplatz befindet, der auch für Spiele der Oberliga Westfalen freigegeben ist. Dort hatten sich am 2. April schon einmal Stadtlohn und Erkenschwick in einem Meisterschaftsspiel gegenüber gestanden. Nach der emotional geführten Partie (2:0 für Erkenschwick) war es unter Zuschauern zu verbalen Auseinandersetzungen gekommen.

„Deshalb hatten wir die Begegnung nicht verlegen können“, erklärt Markus Plate, Stadtlohns Sportlicher Leiter. „Wir hätten erst Vorkehrungen treffen müssen.“ Wie etwa Zäune ziehen.

 Von offizieller Seite war die Begegnung am Freitagabend nicht als Sicherheitsspiel eingestuft, wie Staffelleiter Reinhold Spohn (Herne) am Abend bestätigte.

 Ungeachtet der sicher bemerkenswerten Begleitumstände ärgert sich Erkenschwicks Übungsleiter Niemöller nun darüber hinaus: „Wir müssen zusehen, im Rhythmus zu bleiben. Mal schauen, ob wir kurzfristig noch ein Testspiel klarmachen können.“  

von Olaf Krimpmann

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