oerterer2Alemannia Aachens Trainer Ralf Aussem hat Stefan Oerterer längst als „Staatsfeind Nummer eins“ ausgemacht. Was kein Wunder ist: Beim 3:2-Sieg der Spvgg. Erkenschwick im vergangenen Sommer bei Alemannia Aachen II erzielte „Ö“ alle drei Tore für die Spielvereinigung.


 
Dem entsprechend stellt sich Stefan Oerterer für das Rückspiel am Sonntag auf ein wenig mehr Gegenwehr ein. „Das wird ein anders Spiel als noch vor einem halben Jahr“, schwant dem Stürmer. Der Überraschungscoup vom Tivoli, er ist Geschichte. Wenn auch eine schöne, sowohl aus Sicht der Spvgg. wie auch von Stefan Oerterer.
Der 22-Jährige hat mittlerweile erkennen müssen, dass in der NRW-Liga ein rauerer Wind weht als noch in der Westfalenliga. „Das sind in der Verteidigung ja alles keine Osterhasen mehr“, meint „Ö“. Was an Zahlen abzulesen ist. Obwohl der Recklinghäuser mit zehn Treffern nach wie vor der beste Erkenschwicker Torschütze ist, ist „Ö“ seit 213 Spielminuten ohne eigenen Torerfolg. Das nagt an einem Vollblut-Stürmer wie ihn.
Stefan Oerterer ist sicher, diese Phase bald zu beenden: „Es wird schon wieder kommen“, meint er über seine zuletzt etwas abhanden gekommene Torgefahr und fügt hinzu: „Letztlich ist es doch egal, wer trifft. Hauptsache ist, dass wir endlich mal wieder ein Spiel gewinnen.“
Doch dazu müssen die Erkenschwicker mutiger nach vorne spielen als zuletzt. Dabei spielt auch Stefan Oerterer eine zentrale Rolle. Den Eindruck, dass sich „Ö“ zuletzt etwas unwohler fühlte, nachdem Trainer Stefan Blank das Spielsystem auf ein 4-1-4-1 umgestellt hatte, wischt der Stürmer beiseite: „Ich bin ja da vorne nicht alleine. Es ist so angedacht, dass die beiden Außen jetzt noch offensiver agieren sollen wie auch die beiden Zehner dahinter.“
Dass das noch nicht zu einhundert Prozent klappe, liege nun mal an mehreren Faktoren: „Zum einen ist die Verunsicherung noch groß, sodass wir alle erst einmal darauf bedacht sind, hinten sicher zu stehen. Zum anderen waren die Gegner, gegen die wir zuletzt gespielt haben, mit SW Essen und Duisburg auch nicht die schlechtesten.“ Keine Osterhasen eben.
Was der Spvgg. Sonntag zugute kommen könnte, sind die Platzverhältnisse. Am Vormittag trägt die U19 ihr Bundesliga-Spiel gegen Bayer Leverkusen im Stadion aus. „Abwarten, wie der Rasen danach aussehen wird“, meint Stefan Oerterer. „Wenn wir spielen, wird das ein reines Kampfspiel werden. Und ob das Aachen so liegt, weiß man nicht.“
Die Spvgg. Erkenschwick ist seit neuestem per behördlicher Bestimmung dazu verpflichtet, Heimspiele im Stadion auszutragen. Allerdings genießt am Sonntag die Bundesligapartie der U19 Vorrang, sodass eine Absage der folgenden NRW-Ligabegegnung möglich ist.  Wir informieren Sie am Sonntag an dieser Stelle, ob gespielt werden kann.
Spvgg. Erkenschwick - Alemannia Aachen II
So., 15 Uhr – Stimberg-Stadion

von Olaf Krimpmann


 

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