sc hasselTemperaturen über 35 Grad, dazu ein Rasenplatz in der Katzenbusch-Kampfbahn, der eher einer Wiese denn einem Fußballfeld glich – leicht hatten es die Kicker beim 2. Süder Korki-Cup der DJK Spvgg. Herten am Samstag nicht gerade. Der Sieger hieß SC Hassel, denn der Westfalenligist kam mit den Bedingungen am besten zurecht. Die Spielvereinigung Erkenschwick belegte den dritten Platz.



 
Im Finale konterte die Schlebach-Truppe des VfB Hüls kurz vor Schlusspfiff aus. „Bei diesen Bedingungen kannst du dann den Schalter eben nicht mehr umlegen“, meinte der Hülser Co-Trainer Holger Jahnke.
Unzufrieden war er damit nicht. Für fast alle Mannschaften war der Korki-Cup der erste Leistungsnachweis in der noch jungen Vorbereitungsphase. Keiner steht „im Saft“, im Gegenteil. Ob am Badeweiher („Freitag haben wir noch mal eine richtig harte Einheit gehabt“, so Jahnke), oder am Stimberg, wo Trainer Jürgen Wielert keine 24 Stunden vor dem Turnier noch die Treppen im Stimberg-Stadion hochlaufen ließ – viel durfte der geneigte Fußballfreund noch nicht erwarten. Am Ende schaffte es die Spvgg. Erkenschwick auf Platz drei, hinter Vorjahressieger Hüls und noch vor Gastgeber DJK Spvgg. Herten.
Der durfte den Korki-Cup als echten Gewinn verbuchen. Alle Eintrittsgelder und Teile des Verkaufserlöses gehen an die Tafel in Herten, die mittellose Menschen mit Lebensmitteln unterstützt. 160 Zahlende waren angesichts der Temperaturen dabei ein mehr als ordentliches Ergebnis. Bedenken hatten sie bei der DJK Spvgg. offenbar nur um das spielende Personal. So verkündete der Stadionsprecher die Erkenschwicker Aufstellung wortreich so: „Trainer Jürgen Wielert versucht, mit diesen elf Spielern in die Partie zu gehen.“ Als ob die ersten schon vom Gang von der Kabine zum Mittelkreis zu kollabieren drohten. Ganz so schlimm war es dann eben doch nicht.
„Das Turnier hat seinen Reiz, auch wenn es heute erschwerte Bedingungen waren“, meinte Holger Jahnke. „Und fürs Wetter kann keiner was.“ Auch nicht für den ziemlich hohen Rasen.
Nach dem Unwetter am vorvergangenen Samstag, das Herten am stärksten betroffen hatte, mussten die Mitarbeiter des Baubetriebshofs in der ganzen letzten Woche die Sturmschäden im Stadtgebiet beseitigen. Die Platzpflege wurde daher eingestellt.
„Wir hatten kurzzeitig überlegt, selbst zu mähen“, meinte Vereinssprecher Thorsten Gringel. „Aber erst einmal haben wir gar nicht das Gerät dafür, und dann kann man es niemandem zumuten, mit einem normalen Rasenmäher bei diesen Temperaturen einen ganzen Fußballplatz zu mähen.“
Meckern über die Wiese wollte am Ende auch keiner. Weil alle nur froh waren, den Korki-Cup unbeschadet überstanden zu haben.

von Olaf Krimpmann

2. Süder Korki-Cup
Spielzeit jeweils (1 x 45 Min.)

   1. HALBFINALE:  
 15:00  VfB Hüls - DJK Spvgg Herten   2:0 
   Tore: 1:0 Gurzynski (21.), 2:0 Mutluer (36.)  
   2. HALBFINALE:  
 16:00  Spvgg. Erkenschwick  - SC Hassel  0:2
   Tore: 0:1 Kaul (17.; Foulelfmeter), 0:2 Alikhan (19.)
   SPIEL UM PLATZ 3:  
 17:00  Spvgg. Erkenschwick - DJK Spvgg. Herten  2:0
   Tore: 1:0 del Puerto Schillo (12.), 2:0 Schurig (42.)
   FINALE:  
 18:00  VfB Hüls - SC Hassel  0:1
   Tor: 0:1 Cavaleri (42.)  

 

 

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