stroetzel_martinAm Oer-Erkenschwicker Stimberg kennt sich Martin Stroetzel, Trainer des NRW-Ligisten SV Schermbeck (seit 1999 im Amt), bestens aus. Schließlich stürmte der 47-Jährige einst in der Oberliga Westfalen für den Traditionsverein. Am Sonntag kehrt Stroetzel wieder einmal an seine frühere Wirkungsstätte zurück.



 
Er gastiert ab 14.30 Uhr mit seinen Schermbeckern beim Aufsteiger in Erkenschwick. Dort geht es um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Vor der Partie sprachen wir mit Martin Stroetzel.

? Hallo, Herr Stroetzel! Sie haben früher selbst in Erkenschwick gespielt. Ist für Sie die Partie am Stimberg deshalb etwas Besonderes?
!„Das ist schon sehr lange her. Ich hatte eine schöne Zeit in Erkenschwick. Aber ich beschäftige mich jetzt lieber mit der Gegenwart.“

? Wie gut kennen Sie die Mannschaft von Trainer Jürgen Wielert?
!„Wir wissen selbstverständlich um die Gefährlichkeit von Torjäger Stefan Oerterer. Hier müssen wir ganz besonders wachsam sein. Auch Mykola Makarchuk ist für uns kein Unbekannter. Schließlich kenne ich ihn noch gut aus seiner Schermbecker Zeit.“

? Zuletzt musste sich Ihre Mannschaft im Heimspiel gegen den VfB Hüls 1:2 geschlagen geben. Woran machen Sie die erneute Niederlage fest?
!„Wieder einmal mussten wir den Ausgleich nach einer Standardsituation hinnehmen. Danach hat die Mannschaft komplett den Faden verloren, konnte spielerisch nicht mehr überzeugen. Hinzu kamen ein Pfostenschuss von Seyit Ersoy und ein nach meiner Ansicht korrekter Treffer zum möglichen 2:2, der wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht anerkannt wurde. Momentan fehlt uns auch ein bisschen das nötige Quäntchen Glück.“

? Fehlte nach vorne nicht auch die entscheidende Durchschlagskraft?
!„Das will ich so nicht sagen. Wir haben die letzten Begegnungen alle knapp verloren, hatten dabei immer unsere Chancen, das Spiel in unsere Richtung zu drehen. Das ist uns nicht gelungen. Jetzt heißt es Ärmel hochkrempeln und weiter arbeiten.“

? Nach dem Erkenschwick-Spiel warten mit Germania Windeck und den Sportfreunden Siegen zwei schwere Brocken auf Ihre Mannschaft. Ist Ihre Mannschaft gegen die Spvgg. Erkenschwick schon zum Siegen verdammt?
!„Absolut! Eine Punkteteilung hilft am Sonntag keiner Mannschaft so richtig weiter. Ich hoffe, dass Seyit Ersoy und Tobias Urban, die mir nach ihren Verletzungen wieder zur Verfügung stehen, schnell bei 100 Prozent sind. Dann ist einiges möglich.“

? Wie haben Sie Ihre Mannschaft auf die Partie vorbereitet?
!„Die Mannschaft muss die Situation begreifen, in der sie steckt, und darf jetzt nicht verkrampfen. Viele haben den Abstiegskampf schon bei uns mitgemacht. Die Gefahr ist aber groß, dass eine „Wir-holen-unsere-Punkte-schon-Mentalität“ aufkommt. Das darf nicht passieren.“

? Wie sieht es personell aus?
!„Enes Kaja fällt nun für mehrere Wochen mit einem Mittelfußbruch aus und erhöht bei uns die Ausfallquote. Auch Pascal Odrich, Serkan Gündogan und Tim Woberschal werden in der Hinrunde wohl eher nicht mehr helfen können.“

Quelle: Stimberg-Zeitung 
 

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