rosenkranz philipp13Teutonia SuS Waltrops letztes Aufgebot stand im Krombacher Kreispokal auf eigenem Platz auf verlorenen Posten: Der von Ausfällen geplagte Bezirksligist schied mit 0:7 (0:3) gegen die Spvgg. Erkenschwick aus. Das Resultat spiegelt dabei vortrefflich die Kräfteverhältnisse im Sportzentrum Nord wider.

 

Philipp Rosenkranz Spvgg. Erkenschwick Krombacher Kreispokal 2015/2016 Teutonia SuS Waltrop Fußball Alle Freiheiten hat hier Philipp Rosenkranz im Waltroper Strafraum. Marcel Klask (Hintergrund) ist staunender Zuschauer. Foto: Olaf Krimpmann

Schon mit der zweiten Chance fiel nach drei Minuten das 0:1, es war ein Kopfball von Davide Basile nach einer Oerterer-Ecke. „Wenn du dir so früh ein Tor fängst, ist es schwer zurück zu kommen“, so Waltrops Trainer Dennis Behrens. „Und mit dem 0:2 war das Spiel dann durch.“

Für das sorgte Philipp Rosenkranz mit einem wuchtigen Distanzschuss (26.). Zeit, sich durchzuschütteln, hatten die Waltroper danach keine. Nur 60 Sekunden später ließ Deniz Batman aus kurzer Distanz das 0:3 folgen (27.), womit endgültig klar war, dass der Oberligist vom Stimberg einem recht lockeren Sieg entgegen sehen durfte.

 David Sawatzki mit dem 0:4 direkt nach der Pause (47.) und Timo Erdmann aus der Distanz mit dem 0:5 (58.) sorgten auf Erkenschwicker Seite frühzeitig für entspannte Gesichter. „Die Jungs sollen sich über den Sieg ruhig freuen. Die letzten Tage waren dazu ja nicht gerade geeignet“, meinte Spvgg.-Trainer Magnus Niemöller. Bekanntlich hatten er und sein Team die Oberliga-Auftaktniederlage gegen den TSV Marl-Hüls bis in den Pokalabend mit sich herumgeschleppt.

 Nur einer fand lange Zeit keine echte Freude am Spiel: Stefan Oerterer. Wieder und wieder wurde der Torjäger von Schiedsrichter Dominik Nosing zurückgepfiffen. „Machst du das mit Absicht?“, ärgerte sich der 27-Jährige bereits, ehe ihm kurz darauf dann doch das erlösende Tor gelang – es war das zum 0:6 (70.). Dass es nur statistischen Wert hatte, ist klar.

„Wir lange ist noch?“, fragte zu diesem Zeitpunkt bereits Teutonen-Keeper Patrick Maßmann. 20 lange Minuten waren‘s noch, und irgendwie fürchtete der Keeper, dass ihm noch Übles bevorstehen würde.

 Tat es dann auch: Oerterer wuchtete Maßmann noch einen schönen Heber aus über 40 Metern Torentfernung zum 0:7 ins Netz (78.). Das hatte er bereits in der vergangenen Oberliga-Saison im Spiel gegen SuS Stadtlohn getan, womit bewiesen ist, dass dieser Treffer kein Zufall war.

 Kurz darauf war Maßmann im Tor erlöst, und das wohl auch für die nächste Zeit. Als Oer-Erkenschwicker hatte er das Spiel gegen die Schwarz-Roten unbedingt bestreiten wollen, nun hat er die „Hütte voll“ geschossen bekommen.

 Bis Samstag sollte das vergessen sein. Dann führt Maßmann seine Freundin Jennifer zum Traualter – und wird sich für vier Wochen auf Hochzeitsreise in die USA verabschieden.

von Olaf Krimpmann

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