CzarnetzkiEs sind diese seltenen Zufälle, die es nun mal gibt im Leben. Da zerbrach sich der Vorstand der Spielvereinigung ein halbes Jahr lang den Kopf, wer an der Spitze die Nachfolge des zurückgetretenen Vorsitzenden Hermann Silvers übernehmen solle, da wurde der Verein nun ausgerechnet fündig beim Nachbarn von Pressesprecher Dieter Lapp an der Beethovenstraße.


  
 
Thomas Czarnetzki heißt der neue Mann, der bei der Mitgliederversammlung am 15. Dezember antreten wird. Da es erfahrungsgemäß keinen weiteren Kandidaten geben dürfte, sollte die Wahl des 41-jährigen studierten Biochemikers und früheren Berufssoldaten im Offiziersrang als sicher gelten.
Wer aber ist dieser Thomas Czarnetzki? „Ein Schwicker“, wie der Geschäftsführer einer Firma für Ernährungsberatung (ProAge) es selbst sagt. Einer, der dem Verein seit vielen Jahren als Anhänger aus der Ferne verbunden ist, auch wenn er selbst nicht das Zeug zum Fußballer hatte.
Die Leidenschaft hängt bei Czarnetzki, der 1989 am Städtischen Gymnasium sein Abitur „baute“ zwar an der Leichtathletik. Die 400 m waren sein Ding. Trainer und Funktionär war er in dieser Sportart bereits. Sein Herz aber hängt seit frühester Kindheit an der Spvgg.
Jetzt fühle er sich bereit, Verantwortung zu übernehmen. Czarnetzki: „Dieter Lapp hat mich gepackt mit dem Satz: Wir wollen nicht in Zukunft in einer gesichts- und geschichtslosen Stadt leben.“ Die Spvgg. sei Bestandteil der Geschichte und hoffentlich auch der Zukunft.
Der zweifache Familienvater sieht sich als Teamplayer. „Es war mir wichtig zu wissen, dass die vorhandenen Vorstandsmitglieder weiter machen. Es darf nicht sein, dass einer alles macht oder einer alles doppelt.“
Kontakte in die Wirtschaft knüpfen, Mitglieder gewinnen und motivieren, die Spvgg. als leistungsorientierten Verein wieder stärker in den Fokus rücken sind drei wesentliche Dinge, die sich Thomas Czarnetzki auf die Fahnen geschrieben hat.
Mit Blick auf den sportlichen und wirtschaftlichen Ist-Zustand ist sich der 41-Jährige optimistisch: „Das ist ein Humusboden, da fruchtet was.“ Er jedenfalls stehe bereit und wolle anpacken.

Von Olaf Krimpmann

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