KreispokalDer VfB Hüls hat das Kreispokalfinale erreicht und steht damit auch in der ersten Runde des Verbandspokals. Im Stimberg-Stadion setzte sich der NRW-Ligist mit 1:0 beim Westfalenliga-Tabellenführer Spvgg. Erkenschwick durch.

Kreispokal 2009/2010

 

 
Aufgrund der Torchancen nicht unverdient, am Ende aber auch etwas glücklich. Denn der Hülser Treffer fiel spät, sehr spät sogar: In der 87. Minute schwang sich Tobias Urban zu einer Aktion auf, die dann doch noch nach NRW-Liga-Fußball aussah.
Flink drehte sich der Mittelfeldmann im Strafraum mit Ball um zwei Abwehrspieler und ließ anschließend auch Torhüter Jürgen Laugallies keine Chance. Pech für „Lauge“, der bis dahin ein halbes Dutzend Hülser Chancen zunichte gemacht hatte.
Ärgerlich für die Gastgeber: Die Schwarz-Roten hätten die Partie in den Minuten davor für sich entscheiden können. Mit späten Einwechselungen von Torjäger Stefan Oerterer und A-Junior Deniz Batman kam mehr Schwung in die Erkenschwicker Offensive.
Zwei klasse Chancen resultierten daraus. Die erste vergab Jonas Erwig-Drüppel. Von Oerterer prima freigespielt, drosch der A-Jugendliche den Ball übers Tor (78.). Wenig später jagte Batman die Kugel aus 16 Metern auf den Hülser Kasten – Niclas Schmidt lenkte den Ball mit den Fingerspitzen um den Pfosten (81.).

Erkenschwick mit sechs A-Junioren

Einen Vorwurf mochte Jürgen Wielert seiner Elf aber nicht machen. Wie angekündigt, hatte der Trainer mit Blick aufs entscheidende Meisterschaftsspiel beim TuS Erndtebrück am Montag auf mehr als ein halbes Dutzend Stammkräfte verzichtet. Stattdessen durften sechs A-Junioren ran. „Die Jungs haben das sehr ordentlich gemacht“, sagte Wielert.
Auch der VfB trat längst nicht in bester Besetzung auf. Immerhin aber kontrollierten die Hülser die Partie, besaßen mehr Spielanteile und auch ein paar hochkarätige Chancen mehr. Wie die Gäste damit umsprangen, das war aber mehr als fahrlässig.
Allein der Ex-Erkenschwicker Gökhan Özdemir hätte das Pokalmatch vor der Pause entscheiden können. Pech hatte er mit einem Pfostentreffer (15.). Was folgte, war Unvermögen: So knöpfte er in der 36. Minute Jürgen Laugallies den Ball ab, hatte halblinks nur noch das leere Tor vor sich. Doch er zögerte und zauderte – bis der Erkenschwicker Keeper von hinten heran krabbelte und Özdemir den Ball vom Fuß stibitzte.
So konnte denn auch Olaf Thon mit der Leistung seiner Elf kaum zufrieden sein – mit dem Ergebnis, das dem Trainer den ersten Pflichtspielsieg mit dem VfB bescherte, war er es: „Im Pokal kommt es aufs Weiterkommen an. Das haben wir heute erreicht – auch wenn es am Ende vielleicht etwas glücklich war.“

von Thomas Braucks / Stimberg-Zeitung

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