KreispokalErstes Halbfinale im Krombacher-Kreispokal: An diesem Mittwochabend trifft Bezirksligist TSV Marl-Hüls auf die Spvgg. Erkenschwick. Anstoß im Hülser Loekampstadion ist um 18.30 Uhr.



 
Holger Flossbach weiß, was sich für einen „Underdog“ gehört: „Wenn ein Bezirksligist gegen einen NRW-Ligisten spielt, gibt’s an der Favoritenrolle doch wohl keinen Zweifel“, sagt der Trainer des TSV Marl-Hüls vor dem Halbfinale im Krombacher-Kreispokal gegen die Spvgg. Erkenschwick.

Dass die Partie für Flossbach kein Pokalspiel ist wie jedes andere, ist andererseits auch klar. Nach wie vor gehört die Spvgg. zu den Lieblingsklubs des Hülser Trainers im Fußballkreis: Hier war er immer wieder mal als Trainer im Gespräch, hier hat er in der Saison 2007/08 als Sportlicher Leiter gearbeitet.

Jetzt versucht Flossbach, mit einem anderen Traditionsverein zum sportlichen Höhenflug anzusetzen: Marler Stadtmeister in der Halle und auf dem Feld ist der TSV schon, im Kreispokal steht er im Finale, in der Bezirksliga ist er Spitzenreiter Vestia Disteln auf den Fersen.

Nach acht Monaten Dienstzeit keine schlechte Bilanz für Flossbach, der die Meriten aber sofort weiterreicht. Vor allem an den neuen Fußball-Abteilungschef: „Durch Lothar Gedenk ist hier alles in Bewegung gekommen – viel schneller, als ich es bei meinem Amtsantritt für möglich gehalten hatte.“

Ganz andere Sorgen hat man am Stimberg. „So langsam müssen Ergebnisse her“, meint Erkenschwicks Trainer Stefan Blank – und zwar in der Meisterschaft. Dass der Kreispokal in der aktuellen Situation nur eine lästige Pflicht ist, will der Ex-Profi zwar so nicht sagen. „Auf jeden Fall werden wir am Mittwoch durchwechseln“, lässt Blank durchblicken. Immerhin ist dem Trainer der TSV ein Begriff.

Er weiß, dass zwei Traditionsvereine mit Zuschauerpotenzial aufeinander treffen. „Ein umkämpftes Spiel, dazu ein Derby – das macht mehr Spaß, als wenn du irgendwo im Niemandsland ein Testspiel bestreitest“, sagt er.

Von Thomas Braucks/Olaf Krimpmann

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