RosenkrantzFür viele ist es das Traumfinale des Cranger-Kirmes-Cup beim SV Sodingen: Samstagabend ab 18 Uhr streiten Westfalia Herne und die Spvgg. Erkenschwick um den „Pott“ und die Siegprämie in Höhe von 4000 Euro.Einen Favoriten vor dem

immergrünen Revierderby auszumachen ist dabei ziemlich schwer.  Allerdings dürften die Buchmacher eher die Schwarz-Roten als die Blauen auf dem Favoritenzettel haben. Was die Spvgg. Erkenschwick gestern noch einmal mit Nachdruck unter Beweis stellte, zumindest für 45 Minuten.

Das Halbfinale gegen den Ligagefährten TuS Hordel war phasenweise eine mehr als einseitige Angelegenheit. Schon der Halbzeitstand von 3:0 für Erkenschwick nach Toren von Stefan Oerterer (3. und 26.) sowie Timo Ostdorf (38.) sprach Bände.

Sebastian Westerhoff hatte gar das 4:0 auf dem Fuß, traf mit einem feinen Distanzschuss aber nur den Querbalken des Hordeler Tores, weitere gute Tormöglichkeiten blieben ebenfalls ungenutzt.

Am Ende setzte sich Erkenschwick im Glückauf-Stadion des SV Sodingen ungefährdet mit 3:1 Toren durch. Wobei die Schwarz-Roten in Durchgang zwei bei weitem nicht an das hohe spielerische Niveau des ersten Durchgangs heran reichten und in der 58. Minute durch den Hordeler David Ginzek den ersten Gegentreffer im gesamten Turnierverlauf hinnehmen mussten. Letzten Endes reichte die Leistung aber allemal aus, um ins Endspiel einzuziehen.

Erkenschwicks Trainer Magnus Niemöller nahm den Leistungsabfall nach der Pause gelassen hin. „Es ist selten, dass nach einer richtig guten ersten Halbzeit eine noch bessere zweite folgt. Wir wollten das Spiel verwalten, wobei der Gegentreffer doch etwas Unruhe reingebracht hat. Trotzdem bin ich mit meiner Mannschaft hier sehr zufrieden. Jetzt freuen wir uns aufs Finale gegen Herne.“

Neuauflage des Endspiels von 2005

Weitaus mehr Mühe hatte im Halbfinale zuvor Erkenschwicks Finalgegner mit dem Westfalenligisten TuS Ennepetal. Zwar ging Westfalia Herne durch Adrian Skupin früh in Führung (14.). Endgültig Sicherheit in einer kampfbetonten und zuweilen hektischen Begegnung brachte aber erst ein verwandelter Foulelfmeter von Nicolas Stevanovic (72.). Zuvor hatte Ennepetals Schlussmann Marco Schulz im Strafraum Valery Senge zu Fall gebracht.

Doch das alles ist am Samstag Makulatur. Um 18 Uhr kommt es zur Neuauflage des Cranger-Kirmes-Cup-Endspiels von 2005. Damals hieß der Sieger nach einer spannenden und umkämpften Partie Westfalia Herne. Vor allem ein Spieler hatte das 2:3 aus Erkenschwicker Sicht in schmerzhafter Erinnerung behalten: Roger Schajor verlor bei einem der vielen heißen Zweikämpfe einen Schneidezahn und fand ihn nie wieder.

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