mueller  westerhoff  pappasEs bleibt dabei: Das Eröffnungsspiel der Oberliga Westfalen bringt den Gastgebern kein Glück. In der vierten Auflage hat es Erkenschwick erwischt. Vor rund 2.000 Zuschauern unterlag die Spielvereinigung dem TSV Marl-Hüls mit 1:2 (0:1)

 

Jubeln verboten: Ausgerechnet der ehemalige Erkenschwicker Sebastian Westerhoff (2. v. l.) erzielte das Siegtor im Stimberg-Stadion. Foto: Olaf Krimpmann

Verdient? Unverdient? Unglücklich? Darüber durfte im Anschluss diskutiert werden. Fest steht aber: Die Stimberg-Elf leistete sich mindestens einen kapitalen Fehler mehr als der TSV – und der kostete Schwarz-Rot den möglichen Punkt.

 Sicher auch: Beide Mannschaften, mehr oder weniger als Mitfavoriten gehandelt, werden in der Saison vermutlich noch besser Fußball spielen. Zum Start lieferten sie sich gestern aber ein beachtliches, umkämpftes und jederzeit spannendes Duell.

 Mit Abtasten hielten sie sich nicht lange auf. Der erste Torhüter, der sich strecken musste, war der Hülser Lukas Fronczyk (1.). Im Anschluss kam aber mehrfach Erkenschwicks Marcel Müller in den Fokus.

 Denn schnell hatte der TSV einen personellen Rückschlag weggesteckt: Abwehrchef Alexander Thamm hatte sich im Abschlusstraining am Donnerstag eine Blessur am Rücken zugezogen, Freitagmorgen meldete sich der 31-Jährige ab.

Der Aufsteiger stand hinten trotzdem recht sicher und zeigte die durchdachteren, gefährlicheren Angriffe. Zwei Mal rettete Spvgg.-Torhüter Müller geistesgegenwärtig vor dem Hülser Christian Erwig (10., 16.).

 Beim vierten Hülser Eckball aber sah Müller nebst seinen Innenverteidigern unglücklich aus: Sebastian Westerhoff trat den Ball vors Tor, Christian Erwig durfte ihn fast unbedrängt zum 0:1 ins Erkenschwicker Tor köpfen (18.).

 Ein Treffer, der Wirkung zeigte: Die Elf von Trainer Magnus Niemöller fand selten zu konstruktivem Ballfluss. Verlässlich Unruhe in der Hülser Abwehr stiftete nur einer: der lauffreudige Neuzugang Arda Nebi.

 Die beste Chance zum Ausgleich hatte Torjäger Stefan Oerterer: „Ö“ scheiterte per Freistoß an TSV-Torhüter Fronczyk, der den Ball mit einer Faust aus dem Winkel boxte (40.). Zur Pause führte Hüls nicht unverdient.

 Das sollte sich nach dem Seitenwechsel aber rasch ändern: Schwarz-Rot kam dynamischer aus der Kabine und hatte sofort Erfolg. Der TSV leistete sich unter Druck einen folgenschweren Ballverlust im Mittelfeld, im „16er“ brachte Dirk Jasmund den einschussbereiten Davide Basile ungestüm zu Fall.

 Schiedsrichter Waldemar Stor zeigte prompt auf den Elfmeterpunkt – und schickte den Hülser per Rote Karte vom Platz. Oerterer ließ sich nicht bitten: 1:1 (51.).

Erkenschwick im Vorteil? Denkste! Vier Minuten später waren auch die Gastgeber dezimiert: Der angeschlagene Nils Eisen marschierte nach einer Behandlung einfach auf den Platz – ohne das Signal des Schiris abzuwarten. Dumm: Der Kapitän war bereits verwarnt und bekam nun Gelb-Rot zu sehen.

 Die „Schwicker“ schüttelten sich kurz, waren danach aber wieder das aktivere Team. Das auch die zunächst beste Chance hatte: In Minute 77 ließ Philipp Rosenkranz einen Knaller aus 23 Metern ab – Torhüter Fronczyk reagierte prächtig und rettete seinen Farben das 1:1.

 1:1 - so hätte es auch in der 90. Minute stehen können. Wenn dem in der Vorbereitung so starken Stefan Grummel nicht ein Fehlpass im Aufbau unterlaufen wäre. Der TSV konterte über Kujtim Arifaj, seine Flanke beförderte – wer auch sonst? – Sebastian Westerhoff ins Tor (81.). Ein Ex-Erkenschwicker machte das schwarz-rote Unglück zum Auftakt perfekt.

Quelle: Stimberg-Zeitung

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