SpvggI_DrontmannDer Übungsleiter ist um Gelassenheit bemüht. „Ruhig und konzentriert“ sei er, sagt Jürgen Wielert vor dem NRW-Liga-Duell gegen den VfB Homberg. Die Konstellation ist prickelnd genug, da mag Erkenschwicks Trainer die Partie nicht auch noch zum „Endspiel“ machen.

 
Ausgetrickst: Die Pleite in Köln haben Dennis Drontmann und die Spvgg. abgehakt. Gegen Homberg muss ein Sieg her. Foto: Krimpmann 
 
Tatsächlich dürften beide Aufsteiger am Sonntag beträchtlich „unter Strom“ stehen. Der Tabellenletzte aus Duisburg, zuletzt 0:1 gegen den VfB Hüls, droht bei einer Niederlage schon früh den Anschluss zu verlieren.
Die Spielvereinigung will in den kommenden Wochen den Grundstein legen – für einen erfolgreichen Abstiegskampf im Frühjahr 2011. Dazu hat Jürgen Wielert 20 Punkte plus X als Ziel ausgegeben. „Das ist nach wie vor möglich“, sagt der Trainer des Tabellen-15. „Aber klar ist: Jetzt treffen wir auf die Gegner, die wir auch schlagen müssen.“ Wie SV Schermbeck (14. November). Wie Westfalia Rhynern (20. November). Oder wie den VfB Homberg an diesem Sonntag im Stimberg-Stadion.
Einen Fingerzeig auf einen erfolgreichen Nachmittag bot der 3:0-Kreispokal-Erfolg bei der SG Langenbochum. Ein Landesligist zwar und damit kein NRW-Liga-Maßstab. Aber die Einstellung, die Schwarz-Rot dabei an den Tag legte, war beachtlich. Kein lässiges Taktieren gegen den Underdog, kein Warten auf eine Zufallschance – die Spvgg. nahm das Heft vom Anpfiff weg in die Hand.
„Die Mannschaft hat sich sehr gut bewegt. Wenn sie diese Einstellung auf das Spiel gegen den VfB Homberg überträgt, wäre das der erste wichtige Schritt“, sagt Jürgen Wielert. Der Trainer geht davon aus, dass auch der Gegner das Wort „Abstiegskampf“ am Sonntag beim Wort nimmt: „Das wird ein reines Kampfspiel werden. Wer da nicht bereit ist, sich den Allerwertesten aufzureißen, der hat schon verloren.“
Verzichten muss die Stimberg-Elf dabei zwar auf einen ihren besten Zweikämpfer, Innenverteidiger Jan Schmidt, der sich in Köln eine Zerrung der Oberschenkelmuskulatur zugezogen hat. Dennoch könnten sich Wielert am Sonntag ein paar personelle Alternativen bieten – vorausgesetzt das Abschlusstraining geht gut über die Bühne.
Timo Ostdorf steht vor einer Rückkehr in den Kader, Tobias Bockhoff soll wieder fit sein. Auch Dennis Warncke, schmerzlich vermisster Außendienst-Mitarbeiter auf der linken Seite, hat wieder trainiert. Seine Impulse auf dem Flügel hätten dem Erkenschwicker Spiel zuletzt besonders gefehlt, sagt Trainer Jürgen Wielert. Und: Gegen den VfB Homberg ist alles willkommen, was für offensiven Schwung sorgt.

Spvgg. Erkenschwick –
VfB Homberg
Sonntag 15 Uhr
Stimberg-Stadion

Von Thomas Braucks

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