SpvggI_OertererLaut war’s geworden am letzten Dienstag, als sich die Mannschaft zur internen Aussprache traf. Sehr laut sogar, wie berichtet wird. Offenbar hat’s auch gefruchtet. Mit einem in dieser Höhe sicher kaum erwarteten 5:1 (2:0)-Sieg über den VfB Homberg machte Aufsteiger Spvgg. Erkenschwick in der Tabelle einen satten Satz nach vorne.


 
Mit einem in dieser Höhe sicher kaum erwarteten 5:1 (2:0)-Sieg über den VfB Homberg machte Aufsteiger Spvgg. Erkenschwick in der Tabelle einen satten Satz nach vorne.
Laut war’s auch am Sonntag gewesen nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichterin Marija Kurtes. Laut, weil sich der Jubel unter den 261 Zahlenden entlud. Die Düsseldorferin, die in der vergangenen Woche erst 24 Jahre jung geworden war, scheint den Erkenschwickern Glück zu bringen. Die Bundesliga-Schiedsrichterin leitete auch die Partie in Aachen, in der der Aufsteiger mit 3:2 den ersten Saisonsieg landete. Dabei hatte es gar keiner fremden Hilfe bedurft.
Mit Ausnahme einer Schrecksekunde in der Anfangsphase, einem Homberger Tor aus Abseitsposition, hatte die Spvgg. im Aufeinandertreffern mit dem Mitaufsteiger aus Duisburg alles im Griff. Danach war nach der 0:4-Pleite von Köln, bei der der Aufsteiger chancenlos war, nun wirklich nicht zu denken gewesen.
Das frühe 1:0 (10.) durch André Simon, dessen Freistoß aus 20 Metern Torentfernung an Freund und Feind vorbei ins Netz rauschte, ließ die Aktionen der Platzherren noch sicherer werden.
Überhaupt André Simon: Wollte dem Mittelfeldregisseur in seinen ersten Spielen für die Spvgg. oftmals so gut wie nichts gelingen, lieferte der Neuzugang am Sonntag seine bislang beste Partie für die Schwarz-Roten ab. Der Lohn: Das 3:0 in der 49. Minute und ein Foulelfmeter in der 81., den Mikola Makarchuk zum Endstand von 5:1 nutzte.
Dazwischen war mal wieder der Torjäger vom Dienst gefragt: Stefan Oerterer schraubte sein Konto auf satte zehn Saisontreffer. Und wie: Das 2:0 in der 42. Minute mit Können, als „Ö“ einen Steilpass von Makarchuk elegant aufnahm und mit einer Links-Rechts-Kombination Hombergs Keeper Volker Prangen elegant aussteigen ließ.
Mit Dusel zum 4:0 in der 55. Minute, als Oerterer zunächst frei stehend an Prangen scheitert, dann aber den Nachschuss irgendwie doch ins Tor wuselte. Dieser Treffer passte zum Spiel am Sonntag auf dem geliebten Kunstrasen, auf dem die „Schwicker“ seit eh und je kaum zu bezwingen sind. Es lief wie am Schnürchen. Am Vormittag hatte die U19 noch das Grün im Stimberg-Stadion beackert, der Regen am Vormittag besorgte dort dann den Rest.
Ein kleiner Schönheitsfehler war nur der Treffer zum 4:1. Bei einem Homberger Eckstoß war André Simon der Ball an den Arm geprallt. Marija Kurtes entschied ohne zu Zögern auf Elfmeter, den Muhamed Attris verwandelte.
Viel mehr war von den Gästen nicht zu sehen, sie spielten eine ganze Ecke schlechter als die spielfreudigen Erkenschwicker, die das Resultat in den zweiten 45 Minuten durchaus in noch größere Höhen hätten schrauben können. Doch mit einem 5:1 zeigte sich auch der Anhang mehr als zufrieden. Es war im übrigen das gleiche Resultat, das die Spvgg. vor zwei Wochen gegen den 1. FC Kleve einfuhr, damals noch im Stimberg-Stadion auf Naturrasen.

Erkenschwick: Müller – Schurig, Falkowski, Brüggenkamp, Drontmann – Menne, Makarchuk, Simon (81. Ostdorf), Warncke (66. Kokot) – Oerterer, Glembotzki (77. Bockhoff)
Homberg: Prangen – Dammrath (46. Milaszewski), Kwiatkowski, Edu, Walenciak – Schiek, Dragovic, Bougjdi, Acar, Attris – Sogolj
Schiedsrichterin: Marija Kurtes (Düsseldorf)
Zuschauer: 300
Tore: 1:0 Simon (10.), 2:0 Oerterer (42.), 3:0 Simon (49.), 4:0 Oerterer (55.), 4:1 Attris (65.; Handelfmeter), 5:1 Makarchuk (81.; Foulelfmeter)

Von Olfa Krimpmann

Zum Seitenanfang