niemoeller__letznerDass der Trainer zur ersten Einheit die Stoppuhr zückt und seine Kicker im Stimberg-Stadion die Treppen rauf und runter hetzt, steht nicht zu befürchten. „Keine Sorge“, sagt Magnus Niemöller, der an diesem Dienstag mit seinem Trainerteam bei der Spvgg. die Vorbereitung einläutet. „Wir werden zügig den Ball ins Spiel bringen.“


Auftakt: Spvgg.-Trainer Magnus Niemöller (l.) und Andreas Letzner. Foto: Ahmad
Zügig scheint das richtige Stichwort. Während die meisten Klubs im höherklassigen Amateurfußball für das kommende Wochenende das erste Training angesetzt haben, beginnt am Stimberg-Stadion die Saison bereits an diesem Dienstag ab 19 Uhr. Erst eine kurze Ansprache des neuen Übungsleiters, anschließend geht es aufs Grün – Magnus Niemöller hat keine Zeit zu verlieren. Grund: Der Start in die Meisterschaft in der Westfalenliga, den der Verband auf den 7. August vorgezogen hat. „Fünf bis sechs Wochen braucht es, um eine Mannschaft vernünftig vorzubereiten. Da liegen wir jetzt genau dazwischen“, sagt Niemöller, der seiner Mannschaft bis zum Saison-Anpfiff rund ein halbes Dutzend freier Tage spendiert.

„Ziel muss es sein, den Plan, den wir vom Fußball haben, möglichst schnell umzusetzen“, so der ehemalige U19- Trainer der Spielvereinigung. Viel mit dem Ball wird er arbeiten lassen, am Positionsspiel feilen, verschiedene Systeme einstudieren, um ihm Liga-Alltag flexibel zu sein. „Wenn uns das gelingt, dürften wir für die Westfalenliga gut aufgestellt sein.“ Zweifel, dass sein Kader harmoniert, hat Trainer Niemöller nicht. „Unser Vorteil ist, dass sich die meisten Spieler kennen – sie haben bereits miteinander gespielt, kennen außerdem die Abläufe hier. Ich vermute, dass uns dies alles etwas einfacher machen wird.“

Bleibt die Frage, welcher Erkenschwicker Angreifer demnächst Systeme und Spielzüge im Express-Tempo pauken muss. Denn nach wie vor ist eine Planstelle im Angriff der Spielvereinigung nicht besetzt, wie auch Niemöller einräumt.
Da sich alle kurzfristigen Hoffnungen, wie es scheint, erst einmal zerschlagen haben, setzt der Trainer auf das noch weit geöffnete Transferfenster: „Richtig ist, dass wir für den Angriff eine Verstärkung suchen. Fakt ist aber auch: Die Transferperiode geht noch bis Ende August. Erst dann muss der Vertrag unterschrieben sein.“ Niemöller und sein Trainerteam sind zuversichtlich, dass sich bis dahin etwas bewegen wird. „Wir haben den oder anderen Spieler im Blickfeld“, sagt der Coach. Alles weitere werde sich zeigen. Im Juli. Notfalls erst im August.

Zu tun gibt es bis dahin auch so genug. Der erste Erkenschwicker Test findet am 9. Juli im Rahmen des Korki-Cups der DJK Spvgg. Herten statt. Spätestens am 10. Juli aber, wenn die Schwarz-Roten auf die U23 des SC Preußen Münster (Westfalenliga) treffen, erwartet Magnus Niemöller wichtige Fingerzeige für die weitere Arbeit in der Vorbereitung.

Von Thomas Braucks

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