niemoeller14Es bleibt dabei: Ausflüge in die Rußheide sind für die Spvgg. Erkenschwick Frustreisen. Nur: So sauer, wie Trainer Magnus Niemöller am Sonntag nach der 1:2 (0:1)-Niederlage bei Bielefeld II die Heimreise antrat, saß der Erkenschwicker Übungsleiter selten im Bus.

 

 

Wofür der Übungsleiter zahlreiche Argumente hatte: Wieder hagelte es eine Auswärtsniederlage, wieder mit einem Tor Unterschied, und wieder waren seine Mannen tatkräftig daran beteiligt.

 Dass die mit zahlreichen Profi-Kräften verstärkte Arminen-Reserve ihrerseits eine engagierte Partie lieferte, konnte Niemöller dabei kaum trösten.

 Das Unheil nahm schon in der fünften Minute seinen Lauf, als Björn Jopek eine schöne Kombination, eingeleitet von der linken Bielefelder Seite, zum 1:0 ins Netz schob. „Das darf man, nein muss man besser verteidigen“, giftete der Trainer.

 Wie schon beim 2:3 in Neuenkirchen hatten sich auf der rechten Erkenschwicker Seite viele Räume für den Gegner ergeben. Noch 15 Minuten wackelten die „Schwicker“ weiter, dann bekamen sie im Mittelfeld die Kontrolle.

 Und siehe da: Auf einmal war es Bielefeld, das jede Menge Defensivarbeit zu leisten hatte. Als letzte Instanz stand dabei Nikolai Rehnen, Leihgabe aus dem Zweitliga-Kader, zwischen den Pfosten.

 Der entschärfte erst einen Schuss von Deniz Batman (24.), dann eine „krumme Flanke“ von Philipp Rosenkranz (30.), einen schönen, aber nicht allzu druckvollen Kopfball von Davide Basile (44.) und schließlich einen schon deutlich strammeren Schuss von Nils Eisen (45.), ehe auch Stefan Oerterer – hatte gegen Leon Rinke einen schweren Stand – mit einem 16-Meter-Schuss am Schlussmann scheiterte (48.).

 Chancenlos waren die Gäste wahrlich nicht, wenngleich der Bielefelder Strafraum im Prinzip Sperrgebiet war. Nach 50 Minuten verteilte sich das Spiel zwischen den Strafräumen.

 Lösungen mussten her: Niemöllers Mut, mit Mirko Eisen die zweite Spitze zu bringen (72.), wurde sogleich konterkariert, als Bielefeld erneut über die rechte Erkenschwicker Seite einen Konter lief und durch Khalil Kleit zum 2:0 traf (76.).

 Erst jetzt, als alles entschieden schien, keimte noch ein Hoffnungsschimmer auf.  Oerterer flankte in der 88. Minute von der Grundlinie, fand in Davide Basile einen Abnehmer, schon stand es nur noch 2:1. Auf einmal wackelte die Arminen-Defensive, auf einmal glaubte auch der Gast an seine Chance. So viel Mut und Herz hatte man sich über die ganzen 90 Minuten gewünscht. Nur: Das Anrennen blieb trotz dreiminütiger Nachspielzeit ohne Erfolg, da Bielefeld „alles reingehauen“ hatte, wie Trainer Daniel Scherning zufrieden anmerkte, und Keeper Nikolai Rehnen noch ein paar gefährliche Flankenbälle „fischte“.

„Wir konnten unsere bislang gute Woche einfach nicht vergolden“, haderte dafür Magnus Niemöller.

von Olaf Krimpmann

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