Viele unter den 400 Zuschauern im weiten Rund des Stimberg-Stadions sahen sich gestern fatal ans letzte Heimspiel der Spvgg. Erkenschwick erinnert. 0:0 ging das aus, und der Gegner VfL Schwerte stand irgendwie nur tief, ohne selbst Initiative zu übernehmen.

Konnte kaum Akzente setzen: Erkenschwicks Dominik Ernst. Foto: Krimpmann  
So ähnlich war’s auch gestern. Wieder ging das Spiel 0:0 aus, wieder tat der Gegner, diesmal die SpVg. Olpe, das Richtige, um es der Spvgg. auf eigenem Platz aktuell schwer zu machen: Die Mannschaft verteidigte ohne Kompromisse und konnte selbst sogar ein paar Nadelstiche setzen.
Auf den diesmal bestens in Form befindlichen Rasen konnte die Nullnummer gestern niemand schieben, und ehrlicherweise muss gesagt werden, dass die Spvgg. gegenüber dem Schwerte-Spiel sehr wohl eine ansprechendere Leistung gezeigt hat.
Überzeugt hat sie damit aber nicht. „Unsere Druckphase war zu kurz und nicht intensiv genug“, meinte Co-Trainer Manfred Polfuß in Anspielung auf Durchgang zwei, in der die Spvgg. den Gegner zum Teil eifrig beschäftigte.
„Wir haben die Außen gut zugestellt“, meinte Olpes Trainer Irfan Buz richtigerweise, und: „Brenzlig wurde es nur bei den Standards, die wir uns fast selbst reingehauen hätten.“ Am nächsten dran war in der 29. Minute Olpes Christian Luke, der den scharf hereingegebenen Ball mit der Hacke derart tückisch aufs eigene Tor verlängerte, dass Torhüter Tobias Haardt schon sein ganzes Können aufbringen musste, um den Ball von der Linie zu kratzen.
Gar nicht erst eingreifen musste Haardt bei den nicht ungefährlichen Distanzschüssen von Zouhair Allali (19.), Stefan Oerterer (46.) und Dennis Warncke (89.), die knapp am Ziel vorbei strichen.
Und dann gab es natürlich noch zahlreiche Möglichkeiten der halbseidenen Kategorie. Ob Jan Schmidts verunglückter Querpass auf Stefan Oerterer (23.), Tobias Bockhoff (55.), Timo Ostdorf (62.) oder Zouhair Allali (70.) im und am Olper Fünfmeterraum – immer wieder fehlte der berühmte Tick, um das Rund auch endlich im Olper Tor unterzubringen.
Aber alle Stürmer, sowohl Bockhoff wie Stefan Oerterer auf Erkenschwicker Seite wie Mario Stenmans und Christopher Thomassen auf Olper, blieben gestern im sonnenüberfluteten Stimberg-Stadion irgendwie blass.
Olpes im Ansatz beste Chance machte Erkenschwicks Keeper Christian Götz in der 42. Minute zunichte, als der 19-Jährige weit aus seinem Kasten herausgeeilt war und vor Thomassen das Leder ins Aus schoss. Götz verletzte sich dabei leicht, konnte aber weiterspielen.
 
von Olaf Krimpmann
Zum Seitenanfang