Um den Ernst der Lage zu ermessen, genügt ein flüchtiger Blick auf die Tabelle: Spvgg. Erkenschwick gegen Grün-Weiß Nottuln, Letzter gegen Vorletzter. „Am Sonntag ist Ziehung“, sagt Trainer Jürgen Wielert. Gegen den Aufsteiger muss endlich ein Sieg her.
Skeptische Blicke: Erkenschwicks Trainer Jürgen Wielert (l.) und sein "Co" Manfred Polfuß.
Woche für Woche hat der Übungsleiter „Endspiele“ um den Klassenerhalt ausgerufen, versucht, seine Mannschaft in die Pflicht zu nehmen. Das wird er auch vor dem letzten regulären Spieltag in der Hinrunde tun – wohl wissend, dass der Spielraum für den Westfalenligisten immer enger wird.
„Was soll man zu dem Spiel gegen Nottuln sonst sagen?“, fragt Wielert. „Es macht keinen Sinn, drumherum zu reden. Wenn wir auch am Sonntag nicht gewinnen, ist es wohl gelaufen.“ Neun Punkte liegt Schwarz-Rot nun schon hinter dem rettenden 14. Platz zurück. Diese Rückstand darf am Sonntag nicht größer werden.
Deshalb sei es vollkommen gleichgültig, wie gut oder wie schlecht sich der Gegner im Stimberg-Stadion präsentiere: Der Ball muss ins Nottulner Tor und die Punkte müssen in Erkenschwick bleiben. Ansonsten – man mag’s kaum aussprechen – kann der Klub schon für die Landesliga planen. Wenn er nicht am 21. Dezember ein kleines Fußball-Wunder im Nachholspiel gegen den Tabellenzweiten SC Paderborn II schafft...
Immerhin: Personell sind die Voraussetzungen für den zweiten Saisonerfolg nicht schlecht. Von den Kandidaten für einen Platz in der ersten Elf fehlt nur Tim Brüggenkamp. Ansonsten sind alle Spieler einsatzbereit – auch Angreifer Mirko Grieß nach langer Sperre. Von ihm wie von seinem Team wünscht sich Jürgen Wielert nichts sehnlicher, als dass endlich „der Knoten platzt“.

Westfalenliga 1: Spvgg. Erkenschwick – Grün-Weiß Nottuln, Sonntag 14.30 Uhr, Stimberg-Stadion

Quelle: Stimberg-Zeitung
 

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