Wielert7Manchmal muss man die Wahrheit einfach aussprechen. So, wie es Jürgen Wielert am Sonntag um kurz vor 17 Uhr tat. „Unser Ziel ist es nicht, guten Fußball zu spielen, sondern unser Ziel ist es, die Liga zu halten.“
  
 
Nun ja, mögen manche einwenden, das eine müsse sich ja nicht zwangsläufig mit dem anderen ausschließen. Am Sonntag blieben diese Kritiker aber stumm.
Aus gutem Grunde. Denn mit Germania Windeck hatte sich nicht irgendwer im Stimberg-Stadion vorgestellt, sondern einer der selbst ernannten Aufstiegsfavoriten der NRW-Liga. Und ein Blick in die Aufstellung lässt schon vermuten, dass es die Germania durchaus ernst meint mit der Operation Regionalliga.
„Mit dem Kader müssen die einfach aufsteigen“, meinte nicht nur Dennis Drontmann. Der junge Verteidiger feierte seine Liga-Premiere ausgerechnet gegen Windeck, und die gelang ihm wie seinen Mitstreitern auch ziemlich gut.
Die Zeit zum Fußball spielen, das weiß auch Jürgen Wielert, kommt schon noch. Wichtiger seien zu Beginn erst einmal die Resultate, und da sei ein 0:0 gegen Windeck für einen Aufsteiger doch aller Ehren wert.
Ein verdientes Unentschieden, wie etwa Jan Schmidt meinte, der langsam Gefallen daran findet, Woche für Woche im Mittelpunkt zu stehen. Auch gegen Windeck gehörte der Innenverteidiger wieder zu den herausragenden Kräften im Team, wobei Schmidt diesmal sogar eine Gelbe Karte erspart blieb, was zeigt: Es war kein Zerstören und Geholze, was die „Schwicker“ da leisteten, sondern das war solides Abwehr-Handwerk.
Und von dem ist auch in Zukunft noch jede Menge nötig. „Die Ergebnisse zeigen doch, dass irgendwie jeder jeden schlagen kann. Das spricht für die Ausgeglichenheit der Liga. Für uns ist ein Punkt gegen eine solche Truppe jedenfalls schon mal ganz viel Wert“, meint Schmidt. Verstecken brauche sich der Aufsteiger im Umkehrschluss auch vor keiner Mannschaft in der Liga. „Auch nicht vor Siegen“, der nächsten Aufgabe am Sonntag, wie „Schmiddi“ sagt.
Jürgen Wielert hat die Sportfreunde beim 1:1 am Samstag in Hüls beobachtet. „Die nächste bärenstarke Truppe“, meint der Erkenschwicker Trainer. Ein Nachteil, jetzt in Siegen anzutreten, muss es nicht sein. So bleibt die Spielvereinigung eben im (Abwehr-)Rhythmus. Duisburg, Aachen, Windeck – das waren fünf Punkte, die auch aufs Konto der Abwehr gehen. Und die fängt im modernen Fußball bekanntermaßen ziemlich weit vorne an.
Zuvor steht am Dienstag die nächste Pokalaufgabe an, diesmal im Krombacher Kreispokal. Die Reise geht zu Eintracht Erle. Der Anstoß am Westerlandwehr erfolgt um 18 Uhr.
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