KreispokalEs wäre ja alles so einfach gewesen: Die Spvgg. Erkenschwick hätte am Sonntag gegen Recklinghausen gewonnen und wäre an diesem Mittwoch (18 Uhr, Stimberg-Stadion) als frisch gebackener Westfalenliga-Meister frohen Mutes ins Pokalderby gegen den VfB Hüls gegangen.

 
Da das aber bekanntermaßen nicht ganz geklappt hat, kommt das Halbfinale an diesem Mittwoch im Stimberg-Stadion für die Schwarz-Roten zur Unzeit. Ob Trainer, Spieler oder sportliche Leitung: Der Fokus liegt ganz klar auf Pfingstmontag, wenn in Erndtebrück endlich die Meisterschaft eingefahren werden soll.
Trainer Jürgen Wielert hat sich dabei schon festgelegt: Die Spvgg. wird gegen Hüls den Schongang einlegen. Ob Dennis Warncke, Thomas Falkowski, Jan Schmidt oder Zouhair Allali – etlichen Stammkräften gönnt der Trainer , wenn es maximal sogar über 120 Minuten gehen kann, eine Pause.
„Montag ist wichtiger“, sagt Wielert, und selbst Klaus Bockhoff, Sportlicher Leiter der Schwarz-Roten, pflichtet seinem Übungsleiter bei: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Spiel auch Hüls entgegen kommt. Vielleicht sollte man das Ergebnis lieber auswürfeln als spielen.“
Wenn es aus Sicht der Platzherren einen positiven Aspekt gibt, dann den: Nach zwei Niederlagen in Folge könnte ein Sieg Auftrieb geben für Erndtebrück. Und für etliche „Bankdrücker“ könnte dies die letzte Möglichkeit sein, eine Bewerbung fürs Topspiel im Pulverwald abzugeben.
Gut möglich, dass auch beim VfB Hüls einige Kicker aus der „zweiten Reihe“ eine Chance bekommen. Trainer Olaf Thon hat jedenfalls personelle Veränderungen für die Pokalpartie angekündigt.
Allerdings: Von „halbe Kraft“ oder gar von „Schongang“ ist beim VfB nicht die Rede. Böse Zungen könnten ohnehin anmerken, dass sich einige Hülser Kicker bereits bei der 0:5-Niederlage bei Alemannia Aachen II reichlich geschont haben.
Eher dürfte es darum gehen, nach personellen Alternativen für die beiden verbleibenden NRW-Liga-Spiele bei ETB SW Essen und gegen Germania Windeck zu fahnden – um sich anständig aus der Spielklasse zu verabschieden.
Olaf Thon jedenfalls weigert sich, die Partie als Freundschaftsspiel anzusehen – dafür sei der Pokal denn doch zu wichtig. „Ich möchte in den Westfalenpokal. Das ist auch für den Verein wichtig“, sagt der Trainer, der den Einzug in die erste Runde auf Verbandsebene so früh wie möglich klarmachen will. Und nicht erst auf den letzten Pokal-Drücker.
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