kokot kevin 9Ein Oberligist unter Hochspannung: Am Sonntagnachmittag (14.30 Uhr) empfängt die Spvgg. Erkenschwick Spitzenreiter TSG Sprockhövel. „Für uns ist das ein absolutes Highlight-Spiel“, sagt Trainer Magnus Niemöller. 13 Spiele in Folge ist die TSG ungeschlagen, am Stimberg soll die Serie reißen.

 

Gegen Sprockhövels flinke Angreifer erwartet ihn viel Arbeit: Kevin Kokot (M.). Foto: Krimpmann

Was nicht bedeutet, dass bei den Schwarz-Roten der Respekt vor der Leistung des Tabellenführers nicht groß ist. „Die Entwicklung ist famos. Die TSG ist dabei, mit ihrer Spielweise die Liga zu erziehen“, sagt Spvgg.-Trainer Magnus Niemöller.

 Ein größeres Kompliment für die Truppe seines Trainerkollegen Andrius Balaika lässt sich kaum formulieren. Als Abstiegskandidat gehandelt, strickt die TSG an einem Fußball-Märchen – mit Nachwuchskickern aus eigener Ausbildung als Grundlage.

 Dass bei der TSG noch niemand etwas vom Titel wissen will, ist verständlich. „Aber mal ehrlich: Wer soll denn sonst Meister werden?“, fragt Niemöller. „Vorsprung, Konstanz und Spielweise sprechen für Sprockhövel.“

Man mag sich nicht vorstellen, wie es wäre, wenn die Spvgg. kapitale 13 Punkte Vorsprung an der Tabellenspitze hätte. Wahrscheinlich müsste der Klub dann schon Fragen nach der Regionalliga-Lizenz beantworten.

 Im rauen Oberliga-Leben geht es für die Spielvereinigung darum, Anschluss an den zweiten Aufstiegsplatz und die Saison spannend zu halten. Ein Erfolg gegen die TSG wäre ungemein wertvoll. Dass eine außergewöhnliche Leistung her muss, ist klar.

„Es ist ja nicht nur so, dass die Mannschaft 90 Minuten Power-Fußball bietet“, sagt Trainer Niemöller. „Sprockhövel hat zudem viele Spieler, die den Unterschied machen können. Spieler, die auch im Eins-gegen-eins nur schwer zu greifen sind.“

Wie dagegen bestehen? Eine Strategie werde nicht reichen, fürchtet Niemöller. Seine Elf müsse auch einen Plan B oder C bereithalten, um flexibel reagieren zu können.

 Vor allem müsse seine Mannschaft eine Top-Einstellung auf den Kunstrasen bringen. Magnus Niemöller: „Wir brauchen eine andere Intensität, eine andere Verbissenheit, als wir sie in Neunkirchen gezeigt haben.“ Ansonsten dürfte das Fußball-Märchen der TSG Sprockhövel am Sonntag weiter gehen.

Quelle: Stimberg-Zeitung

Spvgg. Erkenschwick - TSG Sprockhövel, So. 14.30 Uhr, Kunstrasen am Stimberg-Stadion

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