jubelnde_MannschaftDer „kleine Ortsrivale“ FC 26 hat am Donnerstag vorgelegt. Der Fußballklub aus dem Oer-Erkenschwicker Stadtteil Rapen hat die Meisterschaft in der Kreisliga A Ost perfekt gemacht und sich damit auch die Glückwünsche der „großen“ Spielvereinigung verdient.

 

Lange nicht mehr gejubelt - Pfingstmontag (15 Uhr - Pulverwald-Stadion KR) will die Spvgg. Erkenschwick die Meisterschaft in der Westfalenliga 2 perfekt machen. Dazu reicht ein Unentschieden bei Verfolger TuS Erndtebrück. 

Foto: Krimpmann 

 
„Natürlich gratuliere ich dem FC zum Aufstieg. Jetzt wäre es doch für die Stadt das größte, wenn es einen dreifachen Aufstieg gäbe“, meint Spvgg.-Coach Jürgen Wielert. Nach dem FC hat die Spvgg. mit der U19 und der ersten Mannschaft zwei weitere heiße Eisen im Feuer. Während die Saison im Juniorenfußball aber noch bis Mitte Juni andauert, hat es die erste Mannschaft Pfingstmontag selbst in den Händen.
Ein Unentschieden im absoluten Topspiel bei Verfolger TuS Erndtebrück reicht aus, um die Meisterschaft endlich perfekt zu machen. Und das sind fünf Gründe, warum es auf dem Kunstrasenplatz im Pulverwald klappen sollte:

1. Die Mannschaft:
Zwei Niederlagen in Folge (das Pokalspiel der erweiterten U19 gegen Hüls zählt in diesem Falle nicht) wie jetzt hat es in dieser Saison schon einmal gegeben. Auch in der Hinrunde hatte die Spvgg. eine kleine Durststrecke zu überwinden, unterlag in Olpe und danach gegen Siegen II.
Doch danach fand die Mannschaft schnell zurück in die Spur. Ein Grund: das starke Wir-Gefühl. Etliche Spieler haben in der letzten Saison erfolgreich im Abstiegskampf gestanden, als viele die Mannschaft schon abgeschrieben hatten. Das schweißt zusammen. Zudem kann der Verein aus einem großen Reservoir aus der eigenen U19 schöpfen, hier kann Trainer Jürgen Wielert ohne Bedenken talentierte Spieler bringen.
2. Die Ausgangslage:
Erndtebrück muss gewinnen, der Spvgg. reicht ein Punkt. Anders als in vielen Begegnungen in diesem Jahr können die Schwarz-Roten wieder ihr Defensivspiel aufziehen, mit dem sie in der Vorrunde etliche Gegner zur Verzweiflung gebracht haben. Hurra-Fußball wird es in Erndtebrück mit Sicherheit nicht geben, aber der Zweck heiligt bekanntermaßen die Mittel.
3. Der Kunstrasen:
Die Spvgg. gilt als spielerisch starke Mannschaft, deren Kombinationsspiel gerade auf Kunstrasen zur Geltung kommt. Auf Kunstrasen haben die Schwarz-Roten in der letzten Saison den Grundstein für den Klassenerhalt gelegt, auf Kunstrasen haben die Erkenschwicker auch in dieser Spielzeit kräftig gepunktet (neun Siege, zwei Unentschieden, eine Niederlage). Die Partien in Mühlhausen (3:2) und Herbede (4:3) hat die Spvgg. dabei in einem fulminanten Schlussspurt noch „gedreht“.
4. Der Heimvorteil:
Mit drei Bussen fahren die Erkenschwicker Anhänger am Montag nach Erndtebrück, dazu kommen etliche Fans, die mit dem Pkw anreisen, oder aber wie Edelfan „Joe“ aus Dortmund-Hombruch mit dem Rad. Bis ins beschauliche Olpe ist Joe in dieser Saison jedenfalls schon geradelt… Wie auch immer: Der Pulverwald, in dem bei Heimspielen stets etwa 150 Zuschauer zugegen sind, wird am Sonntag fest in schwarz-roten Händen sein.
5. Die Historie:
Schon den letzten Aufstieg feierten die „Schwicker“ auf dem Dorf, und das – weitere Parallele – ebenfalls ein Spiel vor Saisonende: Am 31. Mai 2004 siegte die Spvgg. beim TuS Sundern mit 3:0 und machte damals den Aufstieg in die Oberliga Westfalen perfekt – übrigens auf Kunstrasen. Legendär auch damals die Begeisterung der rund 500 (!) mitgereisten Fans.
TuS Erndtebrück - Spvgg. Erkenschwick
Montag, 15 Uhr - Pulverwald-Stadion (KR)

von Olaf Krimpmann

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