forsmann tim7Mit einem energischen Finish hat die Spvgg. Erkenschwick eine Niederlage im Oberliga-Duell bei SuS Stadtlohn abgewendet. Tim Forsmann (77.) und Stefan Oerterer (87.) glichen in der Schlussphase noch zum 2:2 aus. „Hut ab!“, lobte Trainer Magnus Niemöller seine Elf. „Die Jungs haben heute eine tolle Mentalität gezeigt.“

 

Den ersten Akzent der Partie setzte ein Spieler, der in dieser Saison schon gegen die Spvgg. aufgelaufen ist – im Trikot des TSV Marl-Hüls: Abwehrrecke Dirk Jasmund brachte sich nach sieben Minuten bei Stefan Oerterer nachhaltig in Erinnerung – durch einen rustikalen Tritt.

 Aber auch die erste torgefährliche Aktion besaßen die Gastgeber – und waren prompt erfolgreich. SuS-Neuzugang Seyit Ersoy zog ab, Daniel Feldkamp blockte ab, Niklas Hilgemann stand goldrichtig und nickte den Ball aus acht Metern zum 1:0 ins Tor (13.).

 Im Anschluss waren die Spielanteile verteilt, offensiv zwingender wirkten aber die Gäste. Und die hatten auch die besseren Chancen. Vor allem durch Stefan Oerterer (Foto), der aber aus bester Schussposition an SuS-Torhüter Fork scheiterte (16.) oder den Ball um Zentimeter am Tor vorbeisetzte (38.). So blieb’s beim 1:0 zur Pause.

 Die zweite Halbzeit begann beinahe wie die erste – mit einem Tor für SuS Stadtlohn. Diesmal dauerte es acht Minuten, dann schlug der zweite Import aus Marl-Hüls zu: Christian Erwig. Der 32-Jährige nahm einen langen Ball von Daniel Neustädter auf und bezwang Spvgg.-Torhüter Marcel Müller mit einem Schuss ins lange Eck aus 16 Metern – 2:0 (53.).

 Ein Treffer, der Wirkung zeigte. Vor allem bei den Gästen: Bei den Erkenschwickern lief nicht mehr viel zusammen, die Spieler haderten mit der eigenen Leistung und den körperbetont auftretenden Stadtlohnern. Und nach 77 Minuten hätte die Partie entschieden sein können: Außenspieler Josse Gerick entwischte David Sawatzki und verfehlte aus zwölf Metern das Tor und das 3:0 nur ganz knapp.

 Fast im Gegenzug weckte Tim Forsmann die Erkenschwicker Lebensgeister: Nach einem Freistoß kam der Abwehrspieler am entlegenen Pfosten zum Kopfball und traf zum 2:1 (77.).

 Es war der Auftakt zu einer rasanten, spannenden und hochklassigen Schlussphase. Die Spvgg. klappte das Visier hoch und machte nun Tempo – Gastgeber SuS Stadtlohn hielt energisch dagegen.

 Den Ausgleich vermochte der Tabellen-17. aber nicht zu verhindern: Eine Vorlage von Philipp Rosenkranz per Kopf verwertete Stefan Oerterer zum verdienten 1:1 (87.). Aber auch Stadtlohn hatte noch eine große Chance: Marius Borgert traf in der 90. Minute ans Aluminium.

Von Olaf Krimpmann

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