kasak christoph4Zehn Punkte bis zu einem Aufstiegsplatz, sieben bis zum aktuell ersten Abstiegsplatz: Dass die Spvgg. nach 19 Oberliga-Spielen buchstäblich zwischen Baum und Borke sitzen würde, war vor der Saison so sicher nicht zu erwarten. Wo also geht’s hin in diesen Tagen? Für den Trainer ist die Lage klar: Nur Erfolge zählen, Magnus Niemöller ist niemand, der ein Spiel schon vor Anpfiff verloren gibt.

 

Auf die „Flugkünste“ von Christoph Kasak muss die Spvgg. am Sonntag verzichten: Den Innenverteidiger legt eine schwere Grippe flach.  Foto: Olaf Krimpmann

Das wird er auch nicht vor dem Gastspiel des FC Eintracht Rheine am Sonntag (6. 3.) tun. Allerdings weiß der Übungsleiter aus eigener Erfahrung: „Spiele gegen Rheine sind nie durchzuplanen. Irgendetwas Überraschendes passiert immer.“

Kuriose Spielverläufe und Resultate gab es zuletzt mehr als genug. Das wirklich Überraschende weist gerade die Tabelle aus: Mit 31 Punkten (bei allerdings bereits einer gespielten Partie mehr) rangiert Rheine dort, wo die eigenen Anhänger eher die Spvgg. gesehen haben: auf Rang vier der Tabelle.

 Für Magnus Niemöller ist das keine allzu neue Entwicklung: „Mein Trainerkollege Uwe Laurenz hat eine eingespielte Mannschaft zusammen, die sich über die Jahre fortentwickelt hat.“

Eine, wenn nicht gerade „die“ Basis, des Rheinenser Erfolgs: Die Eintracht ist die auswärtsstärkste Mannschaft der Liga. Fürchten Gegner seit Generationen Spiele auf dem Holperrasen am „Delsen“, lehrt Rheine nun dem Gegner auf dessen Geläuf regelmäßig das Fürchten. Die letzte Auswärtsniederlage des FCE datiert vom 25. Oktober (1:3 beim TSV Marl-Hüls).

 Was bleibt, ist die Hoffnung, dass seine Mannen das Spiel annehmen werden. „Wir müssen an die letzten zehn Minuten von Stadtlohn anknüpfen, und das nahtlos“, sagt Niemöller. Es war die Phase des Spiels, in dem die Spvgg. einen 0:2-Rückstand in ein 2:2 umwandelte.

 Was der Trainer damit nicht direkt anspricht, aber natürlich auch meint: Starke zehn Minuten alleine reichen in den wenigsten Fällen aus, um ein Spiel zu gewinnen: „Rheine bringt jede Menge PS auf den Platz, da müssen wir gegenhalten.“

Weniger Alternativen in der Defensive

 Niemöller geht die Partie am Sonntag auf Kunstrasenplatz nicht ganz sorgenfrei an, vor allem in der Defensive sind die Möglichkeiten leicht begrenzt. Christoph Kasak liegt mit einer schweren Grippe im Bett, Kevin Kokot ist beruflich verhindert.

 Auch Julian Sammerl, der in der bereits angesprochenen starken Phase in Stadtlohn auf dem Feld war und der sich dort ein Lob des Trainers verdiente, ist angeschlagen. Im Gegenzug droht auch bei Eintracht Rheine einer der wichtigsten Spieler auszufallen: Torjäger Timo Scherping fehlte zuletzt wegen Meniskusproblemen.

„Dafür kam im letzten Spiel gegen Stadtlohn Christoph Maug von der Bank und hat beim 3:2-Sieg sofort zwei Tore erzielt“, erwartet Magnus Niemöller damit keinen wesentlich geschwächten Gast.

von Olaf Krimpmann

 INFO Spvgg. Erkenschwick - FC Eintracht Rheine; So. (6. März), 15 Uhr – Stimberg-Stadion (Kunstrasen)

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