niemoeller27Das Bild machte auf Facebook schnell die Runde: Mehr als ein Dutzend lachende Fußballer im Trainingsanzug der Spvgg. Erkenschwick posieren im Mannschaftsbus auf der Rückfahrt aus Lippstadt für ein Selfie. Der Erkenschwicker 3:1-Sieg bei Tabellenführer SV Lippstadt 08 sorgte für einen radikalen Stimmungsumschwung, nachdem die Gemüter von Trainern und Kicker zuletzt doch eher geknickt waren. Zumindest kurzzeitig schien am Sonntag vieles rosarot am Stimberg.

  

Spvgg. Niemöller Sonnige Aussichten? Magnus Niemöller wird in dieser Woche ein Gespräch mit dem Erkenschwicker Vorstand führen, wie es weitergeht. Im Hintergrund Co-Trainer Stefan Mroß. Foto: Krimpmann

„Was ein Spiel alles bewegen kann“, staunte gar Magnus Niemöller Bauklötze. „Man kann es nicht anders sagen: Da war ein tolles Erlebnis.“

Bemerkenswert: Keine 72 Stunden zuvor, am Donnerstagabend, hatten Trainer und Mannschaft noch zusammengesessen, mögliche Auswirkungen des von Vereinsseite ausgesprochenen Regionalliga-Verzichts erörtert. Da sei die Stimmung bei Weitem nicht so ausgelassen gewesen, räumt Niemöller ein: „Aber diese Mannschaft ist top, das ist Charakter.“

Langsam legt sich am Stimberg die Enttäuschung, zumindest in Spielerkreisen. Es gibt an der Entscheidung eh nichts mehr zu ändern, am heutigen Dienstag ist beim Westdeutschen Fußballverband Abgabeschluss für die Unterlagen.

 Vielleicht ist dieser Dienstag aber auch noch ein ganz besonderer Tag für den Verein. Im Vorstand sollen bei einer Sitzung am Abend einige Unklarheiten ausgeräumt werden, die in den vergangenen Tagen aufgetreten waren.

 Möglicherweise wird Magnus Niemöller nach dem Training etwas länger am Platz verweilen. Der Vorsitzende Hermann Silvers will seine Ankündigung umsetzen und die neue Saison mit dem alten Trainer planen.

 Für Niemöller trotz der aktuellen besonderen Umstände am Stimberg ein normaler Vorgang: „Natürlich ist mein aktueller Verein immer mein erster Ansprechpartner, wenn es um die Frage geht: Wie geht es weiter? Wenn nicht mein Verein, dem ich fast 15 Jahre angehöre, wer dann?“

Dass sein Verbleib Gewicht haben dürfte am Stimberg, liegt auf der Hand. Dennoch bleibt Niemöller gelassen: „Wenn wir jetzt sprechen, läuft das genau so wie in den letzten Jahren auch. Da ist nichts Besonderes dran.“

Quelle: Stimberg-Zeitung

Zum Seitenanfang